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Das Projekt „Key“ – und so war’s bei mir:

Lange überlegen musste ich nicht, als nach Teilnehmern am Projekt „Key“ gefragt wurde. Zu groß war das Interesse, einmal über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und die Neugier, einen sozialen Beruf zu erkundschaften. Doch allein mit dem Interesse war es noch nicht getan, denn wer so einen Sprung in ein komplett neues Umfeld wagt, muss vorher geschult werden. In Workshops wurden wir auf Situationen vorbereitet, auf die wir im Alltag eventuell treffen könnten. Danach waren wir quasi gerüstet für den Start unseres Projekts.

Ich habe mich für zwei spannende Wochen an einer Schule für Geistigbehinderte entschieden. Dort werden etwa 150 Kinder und Jugendliche in kleinen Klassen (6-8 Schüler) individuell gefördert und durch klassenübergreifende Lerngruppen auf eine soziale Integration vorbereitet.

Gleich am ersten Tag ging es noch etwas chaotisch zu, denn nach den Weihnachtsferien mussten sich Kinder sowie Lehrer erst einmal wieder im Schulalltag zurechtfinden. Dennoch wurde ich sehr herzlich aufgenommen und schon kurz nach dem betreten der Schule von mindestens fünf Kindern umzingelt und umarmt; ein absolut freundlicher Start!

Schon von Beginn an habe ich aktiv am Schulalltag teilgenommen und Lehrkräfte beim Unterrichten der verschiedenen Fächer unterstützt. Zudem gab ich Schülern Hilfestellungen oder begleitete die Klasse bei Lerngängen. Anders als in meinen Vorstellungen, waren bei vielen der Kinder keine Behinderungen sichtbar und oft auch nicht mal im Verhalten erkennbar. Erst als es beispielweise beim Lesen an die Aneinanderreihung von Buchstaben ging, war dann eine Lernblockade zu erkennen. Ich glaube, die Mischung der verschiedenen Behinderungen macht das Leben in solchen Einrichtungen gerade so spannend. Denn wenn das eine Kind nicht auf bildhafte Eindrücke reagiert, dann muss man sich eben etwas einfallen lassen, um die anderen Sinne anzusprechen. Eine echt knifflige Aufgabe, die viel Einfühlungsvermögen, Kreativität und vor allem Geduld fordert. Von Tag zu Tag lernte ich immer besser, mich auf die unterschiedlichen Charaktere und Behinderungen einzustellen und wurde sicherer im Umgang mit den Kindern. Viele nette und unvergessliche Begegnungen machten mir den Abschied nach den zwei Wochen echt schwer.

Den sozialen Bereich erlebte ich sehr anstrengend, wobei ich wenig Leistungsdruck und viel Dankbarkeit von den Kinder sowie auch Lehrern empfand. Verändert hat sich bei mir auf jeden Fall die Bedeutung des Worts „Behinderung“, weil ich damit jetzt Menschen verbinde, die unglaublich nett sind und trotz ihres Handicaps eine Lebensfreude ausstrahlen, die regelrecht ansteckend ist.
Vanessa Simon, Industriekauffrau

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mein Arbeitsplatz innerhalb der Ausbildung!

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Kids, die ich während meines Praktikums betreut habe!

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