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Wie auch im letzten Jahr, waren die Auszubildenden aus dem ersten Lehrjahr der BERU AG bei der Suchtprävention im Haus Lutzenberg in Althütte. Ziel war es, uns Auszubildenden über den Einfluss und die Auswirkungen von Drogen auf den Körper und den Geist zu informieren.
Tag 1:
Am 3. März 2008 um 8.00 Uhr fuhren wir mit unseren Ausbildern Tanja Raisch und Armin Briem nach Althütte zur Suchtprävention. Dort angekommen, hatten wir ein wenig Zeit, um uns auszuruhen und zu frühstücken.
Um 10.00 Uhr fing das Seminar mit einer kurzen Vorstellrunde an. “Chillout”, ein Hilfsprojekt für Jugend- und Suchtberatung, stellte sich vor, damit wir uns ein besseres Bild von ihren Tätigkeiten machen konnten.
Bei einem Warm-up-Spiel, lernten wir uns näher kennen und schafften eine angenehme Stimmung in der Gruppe.
Im Anschluss daran erzählten uns Frau Kroll und Frau Nägele über die zwei bekanntesten Drogen, Alkohol und Cannabis. Sie klärten uns über die Auswirkungen und Folgen auf. Nach dem Mittagessen schauten wir uns einen Film über den Alkoholkonsum am Arbeitsplatz an. Danach bekamen wir dazu Aufgaben die wir in der Gruppe bearbeiten und vorstellen durften. Herr Deininger, der Suchtberater der Firma BERU, klärte uns über die Wege in die Sucht auf und nannte einige Gründe, weshalb man in die Suchtfalle geraten kann. Auch Herr Dr. Engels, unser Betriebsarzt, sagte ein paar Sätze zum Thema Sucht. Nach so viel Theorie war wieder Bewegung angesagt! Herr Ilin, ein Mitarbeiter von Cillout, der Süddeutscher Box-Meister im Leichgewicht, boxte mit uns. Danach hatten wir bis zum Abendessen etwas Zeit zur freien Verfügung.
Nach dem Abendessen durften wir mit Promille Brillen einen betrunkenen Zustand simulieren. Es gab drei unterschiedliche Stärken, mit denen man verschiedene Zustände aufzeigen konnte:
Damit simulierten wir den betrunkenen Zustand beim Auto fahren. Jeder musste mit einem City-Roller eine bestimmte Strecke abfahren.
Damit simulierten wir den betrunkenen Zustand beim laufen. Die Aufgabe war es, auf einer Linie zu laufen und am Ziel angekommen, bestimmte Münzen gezielt aufzuheben. Das war gar nicht leicht!!
Schon mal probiert mit 1,5 Promille drei Tennisbälle zu fangen? Fast unmöglich?! :o)
Nachdem wir mit den “Tests” fertig waren, erzählte ein ehemaliger Mitarbeiter der Firma Mahle von seinem Leben als Alkoholiker und Tablettensüchtiger. Das hat uns sehr schockiert und gab uns zum Nachdenken. Natürlich hatten wir die ein oder andere Frage an ihn, die er uns sehr offen und ehrlich beantwortet hat. Respekt, wenn man es geschafft hat, aus diesem “Sumpf” heraus zu kommen…
Tag 2:
Am nächsten Tag machten wir unsere Kartenabfrage und haben unklare Fragen beantwortet bekommen.
Herr Deininger besprach mit uns die Anlaufstellen, die wir im Betrieb, aber auch außerbetrieblich haben. Er machte uns klar, dass es viele Angebote gibt, bei denen man Hilfe findet und das man nicht alleine ist, wenn man einmal in der Drogenfalle steckt.
Nun durften wir in einer offenen Gesprächsrunde, ohne die Ausbilder, von unseren Erfahrungen mit Drogen erzählen und uns von den Mitarbeitern von Chillout beraten lassen.
Nach dem Mittagessen besuchte uns Herr Tauer, ein Mitarbeiter der Personalabteilung, und beleuchtete die rechtliche Seite, die zum tragen kommen kann, falls ein Mitarbeiter “Abhängiger” wird und seine volle Arbeitsleistung nicht mehr erbringen kann.
Im Anschluss daran erzählte uns Frau Cee, Mitglied des Betriebsrates bei BERU, von der Pflicht der Ausbilder und klärte uns über die Folgen von Alkoholkonsum im Betrieb auf.
Danach war wieder Teamarbeit gefragt. Wir mussten in 5 Gruppen unterteilt eine Rolle vorspielen, in der es um Drogenkonsum eines Jugendlichen geht, der momentan in seiner Ausbildung ist. Dabei hatten wir sehr viel Spaß.
Zum Schluss konnten wir noch unsere persönliche Meinung über das Seminar äußern und sagen, wie es uns gefallen hat.
Als Abschluss der zwei Tage machten wir noch mal ein Spiel, bei dem wir alle einen Faden in der Hand hielten, der an einem Ring in der Mitte befestigt war. Auf dem Ring lag ein Ball, den wir im Gleichgewicht halten und damit durch die Tür gehen mussten. Wir schafften auch dies nach einigen Startschwierigkeiten. Die 2 Tage haben uns sehr gut gefallen und wir wünschen den kommenden Azubis schon jetzt genau so viel Spaß!
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