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Ergebnis für das erste Halbjahr 2000/01BERU Umsatz und Gewinn vor Sondererträgen im ersten Halbjahr wachsen zweistelligLudwigsburg, 23. November 2000 Die BERU Aktiengesellschaft hat im ersten Halbjahr 2000/01 den Umsatz um 16,2% von 210,1 Mio DM auf 244,2 Mio DM gesteigert. Vor Sondererträgen verdiente das Unternehmen um 23,8% mehr und erhöhte den Gewinn nach Steuern von 20,2 Mio DM auf 25,0 Mio DM. Das DVFA-Ergebnis je Aktie legte um 18,8% auf DM 2,40 (2,02) zu. Mit Investitionen von über 65 Mio DM im aktuellen Geschäftsjahr weitet BERU die Aktivitäten in der Fahrzeugelektronik und Sensorik am neuen Standort Bretten, Deutschland, stark aus. Für das Gesamtjahr zeigt sich das Management positiv gestimmt, da das Unternehmen von den hohen Wachstumsraten in der Dieselkaltstarttechnologie und der Fahrzeugelektronik profitiert. Konzernumsatz steigt um 16% Der Umsatz wurde im ersten Halbjahr 2000/01 (1. April bis 31. Sept. 2000) trotz eines schwachen deutschen Marktes, in dem die Pkw-Neuzulassungen um mehr als 11% zurückgingen, stark ausgeweitet. Hierzu hat die Akquistionspolitik des Unternehmens beigetragen. Mit 244,2 (210,1) Mio DM legten die Erlöse um 16,2% zu. Die 1999 getätigten Übernahmen in Mexiko (Zündungstechnik), Korea und Spanien (Hybrid-Elektronik) entwickelten sich über den Erwartungen und steuerten 19,3 Mio DM an Umsatz bei. Hohes Wachstumstempo in der Dieselkaltstarttechnologie setzte sich fort In einem weiterhin stark wachsenden Markt steigerte das Unternehmen die Umsätze mit Produkten der Dieselkaltstarttechnologie um 12,5% von 110,0 auf 123,8 Mio DM. Während BERU in der Erstausrüstung proportional zum Markt zulegte, entwickelte sich das Ersatzteilgeschäft leicht unter den Erwartungen. In den USA zeigten sich die Neuzulassungen bei Nutzfahrzeugen stark rückläufig und verhinderten weitere Zuwächse mit Flammstartanlagen für große Dieselmotoren. Dagegen profitierte BERU in den USA von dem weiter steigenden Dieselanteil im Light Truck Segment. Bei einem Umsatzanteil von 50,7% erwirtschaftete der Konzern erneut mehr als jede zweite Umsatzmark in der Dieselkaltstarttechnologie. Zündungstechnik über Plan Im Geschäftsfeld Zündungstechnologie für Benzinmotoren erlöste BERU mit 90,1 (74,2) Mio DM 21,4% mehr als im Vorjahr. Auch hier zeigten sich die positiven Effekte aus der Internationalisierung. Die Konsolidierung der Gesellschaft BERU S.A. de C.V. in Mexiko, die überwiegend Zündungsteile für GM, VW und Nissan fertigt, hat maßgeblich dazu beigetragen. Durch Produktneuanläufe und Aus-weitung der Umsätze mit DaimlerChrysler und Porsche nahmen die Umsätze mit Zündspulen um 27% zu. Auch ohne Akquisitionsbeiträge erreichte BERU trotz des schwachen deutschen Marktes ein Wachstum von über 3%. Wachstumsfeld Sensorik und Elektronik Im Geschäftsfeld Sensorik und Elektronik weitete BERU den Umsatz um 16,8% aus. Die Erlöse stiegen von 25,9 Mio DM auf 30,3 Mio DM. Damit stammen bereits 12,4% des Umsatzes aus diesem Wachstumsfeld der Zukunft. Die elektronischen Reifendruck-Kontrollsysteme trugen 5,3 Mio DM zum Umsatz bei. Mittelfristiges Ziel ist es, über die Oberklassenmodelle hinaus auch die automobile Mittelklasse mit Serienprodukten auszustatten. Die in den USA eingebrachte Gesetztesinitiative, die eine verpflichtende Einführung von Reifenkontrolleinrichtungen ab 2004 vorsieht, bietet hohes Potential. Nachhaltig hohe Profitabilität Aufgrund der hohen Auslastung und des laufenden Rationalisierungsprogramms konnte die operative Marge (Ergebnis vor Finanz- und Beteiligungsergebnis und Steuern zu Umsatz) mit 16,8 (17,2)% trotz der Expansion der Elektronikaktivitäten und des Personalaufbaus in der Elektronikentwicklung fast auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden. Die gestiegene Konzernleistung und die Konsolidierung der Tochtergesellschaften Korea, Spanien und Mexiko ließen die Beschäftigtenzahl um 18,3% auf 1.991 steigen. Erwartungsgemäß stiegen die Personalaufwendungen auf 75,6 (62,4) Mio DM. Die Personalaufwandsquote lag bei 31,0% nach 29,7% im Vorjahr. Die Aufwendungen für den Materialeinsatz nahmen um 16,8% auf 80,6 (69,0) Mio DM zu. Die Materialaufwandsquote blieb bei 33,0 (32,8)% fast unverändert. Der höhere Aufwand für den Einkauf von Bauteilen für die Elektronikfertigung wurde durch eine Rückführung des Materialaufwands in anderen Bereichen kompensiert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die die Aufwendungen für Marketing und Vertrieb sowie Betrieb und Verwaltung beinhalten, stiegen unterproportional zur Umsatzausweitung um 12,8% von 36,7 Mio DM auf 41,4 Mio DM. Hohe Investionen in die »Formel BERU« Die hohen Investitionen, die BERU in den Ausbau der Zukunftsaktivitäten im Bereich Dieselkaltstarttechnologie und in der Fahrzeugelektronik tätigt, spiegeln sich in den von 16,0 Mio DM auf 19,4 Mio DM gestiegenen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen wieder. Für das Gesamtjahr rechnet BERU bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie »Formel BERU" = Diesel + Elektronik mit Investitionen in der Größenordnung von 65_70 Mio DM, die in die Ausweitung der Produktionskapazitäten bei der Dieselkaltstarttechnologie und in den Ausbau der Elektronik am neuen Standort Bretten fließen. EBIT-Marge auf hohem Niveau konstant Bereinigt um den einmaligen Ertrag aus dem Verkauf der Anteile an dem texanischen Sensorenhersteller Optek, Inc. im Vorjahr in Höhe von 9,7 Mio DM vor Steuern konnte das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 13,9% auf 41,1 Mio DM ausgeweitet werden. Die operative Marge (EBIT-Marge) konnte sich auf dem hohen Vorjahresniveau behaupten und erreichte 16,8% nach 17,2% im Vorjahr. Vorsteuerergebnis steigt um 19% Das Finanzergebnis fiel mit 4,4 (2,2) Mio DM erheblich besser aus und übertraf den Vorjahreswert um mehr als das Doppelte. Das Vorsteuerergebnis erhöhte sich, bereinigt um den Optek Verkauf im Vorjahr, um 19,4% und erreichte 45,5 (38,1) Mio DM. Die Steuerquote im Konzern ging mit 45,1 (47,3)% weiter zurück. Dabei kommt dem Konzern die zunehmend internationale Struktur zugute. Bereinigt um den einmaligen Nachsteuerertrag von 5,0 Mio DM durch den Optek-Verkauf übertraf das Ergebnis nach Steuern die ersten sechs Monate des Vorjahres um 23,8% und stieg auf 25,0 (20,2) Mio DM. DVFA-Ergebnis je Aktie wächst um 19% Bei dem um einmalige und ungewöhnliche Posten bereinigten DVFA/SG Ergebnis erreichte BERU im 24,0 Mio DM nach 20,2 Mio DM im Vorjahr. Damit steigerte das Unternehmen das Ergebnis je Aktie um 18,8% auf DM 2,40 (2,02). Dieselanteil in Europa bis 2006 bei fast 50% erwartet Für das Gesamtjahr plant der Vorstandsvorsitzende, Ulrich Ruetz, eine interne Umsatzausweitung von 6_7% und eine analoge Steigerung des DVFA-Ergebnisses. Akquisitionen sollen zu einer weiteren Umsatzsteigerung beitragen. Die nach oben revidierten Prognosen für die Neuzulassungen von Diesel Pkws in Europa stimmen ebenfalls zuversichtlich. Bisherige Marktstudien gingen von einem Anstieg des Dieselanteils in Westeuropa bis 2005 auf 33_34% aus. Automotive Industry Data, London, rechnet jetzt mit einem Zuwachs auf 47 bis 48% bis zum Jahr 2006. Als Weltmarktführer in der Dieselkaltstarttechnologie erwartet BERU auch über das Nachrüstgeschäft von dem langfristig zweistelligen Marktwachstum nachhaltig zu profitieren. Zudem erfährt die Akzeptanz des Dieselmotors einen weiteren Aufschwung durch den zunehmenden Einzug moderner Dieseltechnologie in die automobile Luxusklasse.
BERU Aktiengesellschaft, Konzern Gewinn- u. Verlustrechnung
Kapitalflußrechnung des Konzerns
Cash flow des Konzerns
Die seit Oktober 1997 börsennotierte BERU Aktiengesellschaft ist mit einem geschätzten Weltmarktanteil von über 40% bei Glühkerzen für Dieselmotoren weltweit führender Anbieter in der Dieselkaltstarttechnologie. Im Bereich der Zündungstechnik für Benzinmotoren zählt die Gesellschaft ebenfalls zu den vier führenden Anbietern in Europa. BERU expandiert stark in den Elektronikbereich mit dem Schwerpunkt kompletter, elektronischer Systemlösungen für die Fahrzeugindustrie. Außerdem entwickelt und produziert das Unternehmen Sensortechnologie und Zündsysteme für die Öl- und Gasbrennerindustrie. BERU zählt nahezu alle Automobil- und Motorenhersteller der Welt zu seinen Kunden. Sitz der AG ist Ludwigsburg, Deutschland.
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