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9-Monatszahlen für das Geschäftsjahr 2000/01BERU mit zweistelligem Wachstum bei Umsatz und Gewinn vor SondererträgenLudwigsburg, 15. Februar 2001 In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2000/01 (endet am 31. März 2001) hat die BERU Aktiengesellschaft den Umsatz um 14,8% von 335,1 Mio DM auf 384,6 Mio DM gesteigert. Trotz erheblicher Vorleistungen in den Ausbau der neuen Sparte Elektronik und Sensorik legte der um Sondererträge bereinigte Gewinn nach Steuern um 16,4% von 37,8 Mio DM auf 44,0 Mio DM zu. Das Ergebnis je Aktie lag mit DM 4,20 um 11,1% über dem Vorjahresniveau. Wachstum in allen drei Geschäftsfeldern Vor dem Hintergrund eines rückläufigen Automobilgesamtmarktes erzielte BERU in allen drei Geschäftsfeldern Zuwächse. Die Akquisitionen in Mexiko, Korea und Spanien trugen insgesamt 33,7 Mio DM zum Konzernumsatz bei. Der europaweite Boom bei Diesel-Pkw setzte sich getrieben von neuen Motortechnologien und steigenden Kraftstoffpreisen auch im Jahre 2000 ungebrochen fort. Die Neuzulassungen von Diesel-Pkw in Europa legten um 11,0% zu. BERU konnte den Umsatz in diesem Kerngeschäftsfeld um 8,9% auf 203,6 (187,0) Mio DM voranbringen. Im asiatischen Markt gewann das Ludwigsburger Unternehmen mit Toyota und Kubota zwei wichtige Neukunden für Dieselkaltstarttechnologie hinzu. Ferner liefen Großaufträge zur Serienlieferung von Glühkerzen von General Motors sowie der Ford-Gruppe Europa an. Aufgrund der ungewöhnlich warmen Witterung in den Wintermonaten blieb das Ersatzteilgeschäft mit Glühkerzen zum Starten von Dieselmotoren unter den Erwartungen und lag marginal über dem Vorjahr. In der Zündungstechnik für Benzinmotoren weitete BERU den Umsatz um 17,7% auf 129,7 (110,2) Mio DM aus. Der Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich leicht auf 33,7%. Ohne den Beitrag der neu konsolidierten Gesellschaft BERU S.A. de C.V., Mexiko verzeichneten die Umsätze in diesem Geschäftsfeld ein Wachstum von einem Prozent und entwickelten sich besser als der schwache Pkw-Markt: In Europa wurden im Jahr 2000 2,3% weniger Fahrzeuge zugelassen, in Deutschland lag das Minus bei 11%. Hohe Investitionen in die Unternehmensstrategie »Formel BERU = Diesel + Elektronik« In den Ausbau der neuen Sparte Elektronik und Sensorik investierte BERU im abgelaufenen Quartal deutlich mehr. In den ersten neun Monaten legten die Investitionen in Sachanlagen gegenüber dem Vorjahresniveau um 54,3% auf 39,5 (25,6) Mio DM zu. Vor allem mit der gesetzlichen Verpflichtung durch den US-Kongreß zur Einführung einer Reifendruckprüfeinrichtung für in den USA neu zugelassene Fahrzeuge ab Ende 2003 bieten sich für BERU erhebliche Wachstumsmöglichkeiten. In den USA werden derzeit jährlich zwischen 15 und 16 Millionen Personenkraftwagen neu zugelassen. Bei sensorbasierten, elektronischen Reifendruck-Kontrollsystemen hält BERU heute einen Marktanteil zwischen 35 bis 40%. Das Geschäftsfeld Elektronik und Sensorik zeigte eine Umsatzsteigerung von 35,4% von 37,9 Mio DM auf 51,3 Mio DM. Der Anteil am Gesamtumsatz erhöhte sich um zwei Prozentpunkte und beträgt nun 13,3% (11,3%). Aufwendungen für Ausbau der Elektronik steigen Aufgrund der Ausweitung der Elektronikaktivitäten und des damit verbundenen Personalaufbaus in der Elektronikentwicklung sowie durch Unternehmenszukäufe stieg die Beschäftigtenzahl um 318 Mitarbeiter auf 2.019 (1.701). Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 18,7% auf 114,9 (96,8) Mio DM. Die Personalaufwandsquote stieg um einen Prozentpunkt auf 29,9% nach 28,9% im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Die Aufwendungen für den Materialeinsatz stiegen um 20,8% auf 124,4 (103,0) Mio DM. Bedingt durch den Produktmix und den steigenden Elektronikanteil stieg die Materialaufwandsquote auf 32,3 (30,7)%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die den Aufwand für Marketing und Vertrieb sowie Betrieb und Verwaltung beinhalten, stiegen um 19,5% von 54,4 Mio DM auf 65,0 Mio DM. Die überdurchschnittlich hohen Investitionen in den neuen Elektronikstandort Bretten spiegeln sich in den um 32,9 Prozent auf 29,1 (21,9) Mio DM gestiegenen Abschreibungen wider. Sowohl bei den Investitionen als auch bei den Abschreibungen geht das Management im nächsten Geschäftsjahr wieder von einer klar rückläufigen Tendenz aus. Operatives Ergebnis auf hohem Niveau Bereinigt um den einmaligen Ertrag aus dem Verkauf des texanischen Sensorenherstellers Optek, Inc., Carrollton, USA im Vorjahr legte das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) um 8,5% auf 98,5 (90,8) Mio DM zu. Das operative Ergebnis (EBIT) konnte trotz der hohen Aufwendungen in Entwicklungspersonal und in den Aufbau des Elektronikstandorts Bretten sowie die gestiegene Abschreibungsquote auf 69,4 (68,9) Mio DM zulegen. Die operative Marge lag bei 18,0%. Nachsteuergewinn steigt um 16%, Cash flow legt um 22% zu BERU profitierte von der zunehmend internationalen Konzernstruktur, es gelang die Steuerquote weiter auf 42,6 Prozentpunkte zurückzuführen. Der Gewinn nach Steuern fiel um 16,4% höher aus und stieg auf 44,0 Mio DM. Bereinigt um den einmaligen Ertrag aus dem Anteilsverkauf an der Optek, Inc. lag der Überschuß im Vorjahr bei 37,8 Mio DM. Der bereinigte Cash flow stieg um 22,3% von 60,0 Mio DM auf 73,4 Mio DM. DVFA-Ergebnis je Aktie wächst um 11% Das vorläufige Ergebnis je Aktie stieg in den ersten neun Monaten auf DM 4,20 (DM 3,78). Das entspricht einem Anstieg von 11,1%. Mit 264,6 (251,3) Mio DM liegt der Auftragsbestand derzeit um 5,3 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr plant das Management unverändert, den organischen Umsatz um 6_7% zu steigern, das Ergebnis soll analog wachsen. Akquisitionen sollen zu einem darüberhinausgehenden Wachstum beitragen. BERU wird weiterhin mit hohen Aufwendungen für Entwicklungspersonal und Sachkosten für den Ausbau der Technologiekompetenzen in der Sensorik und Fahrzeugelektronik die Wachstumsfelder der Zukunft aktiv erschließen.
BERU Aktiengesellschaft, Konzern Gewinn- u. Verlustrechnung
Kapitalflußrechnung des Konzerns
Cash flow des Konzerns
Die seit Oktober 1997 börsennotierte BERU Aktiengesellschaft ist mit einem geschätzten Weltmarktanteil von über 40% bei Glühkerzen für Dieselmotoren weltweit führender Anbieter in der Dieselkaltstarttechnologie. Im Bereich der Zündungstechnik für Benzinmotoren zählt die Gesellschaft ebenfalls zu den vier führenden Anbietern in Europa. BERU expandiert stark in den Elektronikbereich mit dem Schwerpunkt kompletter, elektronischer Systemlösungen für die Fahrzeugindustrie. Außerdem entwickelt und produziert das Unternehmen Sensortechnologie und Zündsysteme für die Öl- und Gasbrennerindustrie. BERU zählt nahezu alle Automobil- und Motorenhersteller der Welt zu seinen Kunden. Sitz der AG ist Ludwigsburg, Deutschland.
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