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Ergebnisse für das erste Halbjahr 2001/02BERU mit 12% Umsatzsteigerung und 48% Gewinnplus im ersten HalbjahrLudwigsburg, 15. November 2001 Die BERU Aktiengesellschaft hat im ersten Halbjahr 2001/02 den Umsatz in einem schwierigen Marktumfeld um 11,9% auf 139,8 Mio Euro ausgeweitet. Im Vorjahr lagen die Erlöse bei 124,9 Mio Euro. Nach Sondereinflüssen hat das Ludwigsburger Automobilzulieferunternehmen den Periodenüberschuß um fast die Hälfte auf 19,0 Mio Euro gesteigert. Das DVFA-Ergebnis je Aktie legte um 19,5% auf 1,47 (1,23) Euro zu. Vor allem für Rationalisierung und die Ausweitung des Sensorik und Elektronik-Geschäfts tätigte der Konzern Investitionen in Höhe von insgesamt 7,2 Mio Euro. Da das Unternehmen von den europaweit steigenden Diesel PKW-Zulassungszahlen profitiert und das Geschäft mit neuen Produkten in der Automobilelektronik expandiert ist das Management zuversichtlich, auch im derzeit schwierigen Umfeld weiter wachsen zu können. Konzernumsatz steigt um 12% Der Umsatz wurde im ersten Halbjahr 2001/02 (1. April bis 31. Sept. 2001) trotz eines schwachen europäischen Marktes, in dem die Pkw-Neuzulassungen um 0,4% zurückgingen erneut ausgeweitet. Hierzu hat auch die Akquistionspolitik des Unternehmens beigetragen. Mit 139,8 (124,9) Mio Euro legten die Erlöse um 11,9% zu. Die im Januar 2001 getätigte Übernahme der koreanischen Gesellschaft Hyunil, Chungju-City, Korea steuerte rund 9 Mio Euro an Umsatz bei. Der Auftragsbestand erhöhte sich auf 140,3 (131,1) Mio Euro. Die eingehenden Bestellungen legten um 5,3% auf 146,3 (138,9) zu. Dieselkaltstarttechnologie bleibt Wachstumstreiber Mit einem Zulassungsplus von 8,4% bei den Neuzulassungen entwickelte sich der Absatz von Diesel-PKW in Europa, dem wichtigsten Dieselmarkt der Welt, im ersten Halbjahr 2001 weiterhin deutlich besser als der Automobilgesamtmarkt. Nach wie vor sind bei einigen Erstausrüstern Engpässe in der Motorenproduktion zu verzeichnen.In den USA und Asien waren dagegen spürbare Abschwächungen zu verzeichnen. Die Umsätze mit Produkten der Dieselkaltstarttechnologie stiegen um 6,5% von 63,3 Mio Euro auf 67,4 Mio Euro. Der Anteil am Konzernumsatz stellte sich aufgrund der hohen Zuwächse in der Elektronik und Sensorik auf 48,2% (50,7%)%. In der Erstausrüstung dehnte BERU den Umsatz mit dem Markt aus. Die Produktion des elektronisch gesteuerten Diesel-Sofortstartsystems ISS für die gesamte BMW-Dieselmotorenpalette ist bereits angelaufen. BERU verzeichnet hohes Interesse weiterer Hersteller. Rückläufig war weiterhin das Geschäfts mit den preissensiblen Wasserglühkerzen, die derzeit noch zur Aufwärmung des PKW-Wasserkreislaufs eingesetzt werden und ab Mitte 2002 durch das von BERU entwickelte Substitutions-produkt, das keramische PTC (Positive Temperature Coefficient)-Zuheizsystem ersetzt werden. In den USA und Europa verhinderte der Einbruch bei den Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen weitere Zuwächse mit Flammstartanlagen für große Dieselmotoren, was sich beim Absatz im Geschäftsfeld Dieselkaltstarttechno-logie negativ niedergeschlagen hat. Im Ersatzteilgeschäft konnte das Unternehmen auf den hohen Erstausrüstungsanteil und das hohe Wachstum bei Dieselneuzulassungen in den letzten Jahren aufsetzen und weitere Zuwächse verzeichnen. Zündungstechnik für Benzinmotoren legt akquisitionsgetrieben zu Im Geschäftsfeld Zündungstechnologie für Benzinmotoren erlöste BERU mit 49,9 Mio Euro (46,1) Mio Euro 8,2% mehr als im Vorjahr. Dazu trug maßgeblich auch die Konsolidierung der Gesellschaft Hyunil Electronics Co, Ltd. Korea bei, die BERU zum 01.01.2001 mehrheitlich übernommen hat und ihre Umsätze überwiegend mit Produkten der Zündungstechnik erzielt. Die Auftragssituation bei den neuartigen Zigarrenzündspulen verbesserte sich weiter. Erfreuliche Entwicklung im neuen Geschäftsfeld Sensorik und Elektronik Im Geschäftsfeld Sensorik und Elektronik weitete BERU den Umsatz um 45,2% aus. Die Erlöse stiegen von 15,5 Mio Euro auf 22,5 Mio Euro. Damit stammen bereits 16,1% des Umsatzes auf diesem Feld, von dem sich das Unternehmen zukünftig die höchsten Wachstumsraten verspricht. Die elektronischen Reifendruck-Kontrollsysteme trugen 4,2 (2,7) Mio Euro zum Umsatz bei, ein Anstieg von 55,6%. Noch haben sich die Ausstattungsraten bei den zahlreichen europäischen Kunden kaum erhöht. Allerdings rechnet BERU als Konsequenz aus der stringenten US-Gesetzgebung mit deutlich steigender Nachfrage für diese sicherheitsrelevanten Produkte. Reifendruckkontrolle als zweite Wachstumssäule Die in den USA eingebrachte Gesetztesinitiative, die eine verpflichtende Einführung von Reifenkontrolleinrichtungen für alle neuzugelassen PKW und leichte Nutzfahr-zeuge ab November 2003 vorschreibt, birgt hohes Potential. BERU arbeitet auf dem nordamerikanischen Markt eng mit der Lear Inc, Southfield, USA zusammen und bietet eine kostengünstige integrierte Lösung an, die die elektronische Türschließ-anlage und die elektronische Reifendruckkontrolle verbindet. Bei Türschließanlagen hält der mit BERU in einer strategischen Allianz verbundene Partner Lear in Nordamerika einen Marktanteil von 35%. Es wird erwartet, dass die zuständige amerkanische Regierungsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Administration) die System-Spezifikationen noch in diesem Jahr publiziert. Im Vorbericht schnitt das BERU-System mit den besten Testnoten ab. Ausschließlich sensorbasierte, direkt messende Systeme erfüllten die Testvorgaben. Die Auftragsvergabe der US-Hersteller für das Modelljahr 2004 wird in den nächsten Monaten erwartet. Hohe Profitabilität trotz Expansion Weiterhin war der Geschäftsverlauf von hohen Vorleistungen auf der Investitions-und Kostenseite für die Ausweitung der Elektronik- und Sensorikaktivitäten bestimmt. Die getätigten Aufwendungen liegn im mittleren einstelligen Millionen-bereich und wurden bislang durch die Kostendeckung beim Anlauf der verkauften Produkte noch nicht gedeckt. Hier werden erhebliche Entwicklungsvorleistungen für die kommenden Jahre erbracht. BERU konzentriert sich dabei vornehmlich auf die Forschung und Entwicklung sowie die Applikation in neue Plattformen auf dem Gebiet der Reifendruckkontrolle, um die hohen Wachstumschancen vorzubereiten. Das operative Ergebnis (EBIT) legte 21,9% von 21,0 Mio Euro auf 25,6 Mio Euro zu. Das Unternehmen erreichte eine operative Marge (Ergebnis vor Finanz- und Beteiligungsergebnis und Steuern zu Um-satz) von 18,3% nach 16,8% im Vorjahr. Bereinigt um Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren an den US Gesellschaften Stoneridge Inc., Novi und Impco Technologies Inc, Cerritos in Höhe von 3,1 Mio Euro erreichte das EBIT 22,5 Mio Euro, die EBIT-Marge lag bei 16,1%. Hyunil-Konsolidierung und Elektronikausbau erhöhen Materialaufwand Die nachfragebedingt gestiegene Konzernleistung und die Konsoli-dierung von Hyunil ließen die Beschäftigtenzahl um 4,1% auf 2.073 (1.991) steigen. Die Personalaufwendungen stiegen auf 42,4 (38,7) Mio Euro. Bei der Personalaufwandsquote verzeichnete das Unternehmen einen erfreulichen Rückgang auf 30,3 (31,0)%. Die Aufwendungen für den Materialeinsatz nahmen dagegen um 38,6% auf 57,1 Mio Euro zu nach 41,2 Mio Euro im Vorjahr. Die Materialaufwandsquote fiel mit 40,8 (33,0)% erwartungsgemäß höher aus. Der höhere Aufwand für den Einkauf von Bauteilen für die Elektronikfertigung sowie die Einbeziehung der koreanischen Gesellschaft Hyunil mit einer Materialaufwandsquote von fast 80% in den Konsolidierungskreis bewirkte diesen überproportionalen Anstieg. Weitere Ursachen lagen im Bestandsaufbau für den erwarteten höheren Abverkauf von Glühkerzen für Dieselmotoren in den Wintermonaten und die mit 15,1% überproportional gestie-gene Konzernleistung. Für das Gesamtjahr erwartet das Management allerdings eine deutliche Rückführung der Materialaufwandsquote in Richtung 35%. Mit effektiver Kostenkontrolle erreichte das Unternehmen, daß die sonstigen betrieb-lichen Aufwendungen, die die Aufwendungen für Marketing und Vertrieb sowie Betrieb und Verwaltung umfassen, unterproportional zur Umsatzausweitung um 3,8% auf 22,0(21,2) Mio Euro zunahmen. Hohe Investionen in die »Formel BERU« Die Investitionen, die BERU in den Ausbau der Zukunftsaktivitäten in der Fahrzeugelektronik tätigte lagen mit 7,2 Mio Euro weiterhin auf hohem Niveau, fielen aber deutlich unter dem Vorjahresniveau von 15,4 Mio Euro aus. Bedingt durch die niedrigere Investitionsquote und die Steuerreform führte das Unter-nehmen die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen auf 9,3(9,9) zurück. Für das Gesamtjahr rechnet BERU bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie »Formel BERU« = Diesel + Elektronik mit Investitionen in der Größenordnung von 20 Mio Euro, die überwiegend in den Ausbau der Elektronikstandorte Bretten, Deutsch-land und Budapest, Ungarn fließen. Konzernjahresüberschuß 48% höher Die rückläufigen Marktzinsen wirkten sich auf das Finanz- und Beteiligungsergebnis aus, das von 2,2 Mio Euro auf 1,8 Mio Euro zurückging. Das Vorsteuer-ergebnis wuchs um 18,1% auf 27,4 Mio Euro nach 23,2 Mio Euro im Vorjahr. Aufgrund der zunehmend internationalen Struktur des Konzerns und der Aus-wirkungen des Steuersenkungsgesetzes verbesserte sich die Steuerquote von 44,8% auf 30,7%. Maßgeblich für den deutliche Rückgang war der steuerfreie Ertrag aus der Veräußerung von Wertpapieren der US Gesellschaften Stone-ridge Inc. und Impco Technologies Inc. Für das Gesamtjahr rechnet BERU mit einer Steuerquote vor Sondereinflüssen von 40 bis 41% nach 42,6% im letzten Geschäftsjahr. Nach Steuern verdiente das Unternehmen 48,4% mehr. Das Ergebnis nach Steuern legte von 12,8 Mio Euro auf 19,0 Mio Euro zu. Bei dem um einmalige und ungewöhnliche Posten bereinigten DVFA/SG Ergebnis erreichte BERU 14,7 Mio Euro nach 12,3 Mio Euro. Das Ergebnis je Aktie fiel um 19,5% höher aus und wuchs auf 1,47 (1,23) Euro. Erhebliche Mittel stehen für Zukäufe bereit Für das Gesamtjahr plant der Vorstandsvorsitzende, Ulrich Ruetz, den Umsatz aus internem Wachstum um fünf bis sechs Prozent auszuweiten. Trotz der erwarteten Abschwächung bei der weltweiten PKW-Produktion vor allem in den USA gehen Fachleute unverändert von weiteren Zuwächsen beim Diesel aus. »Steigende Umsätze in der Reifendruckkontrolle und bei den ab Mitte 2002 anlaufenden PTC-Zuheizsystemen für direkteinspritzende Diesel- und Benzinmotoren werden zunehmend zum profitablen Wachstum der Gruppe beitragen,« erklärt Ruetz. »Bei unserer Akquisitionspolitik kommen uns die nunmehr deutlich niedrigeren Bewertungen entgegen, wobei der Verkaufsdruck bei vielen Marktteilnehmern zunimmt. Wir prüfen derzeit einige interessante Zukaufmöglichkeiten auf dem europäischen Markt, die Produktperspektiven und der Preis müssen allerdings stimmen. Auch das externe Wachstum soll das Ertragswachstum und die Kapital-rentabilität der Gruppe voranbringen.«
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Kapitalflussrechnung des Konzern
Umsatz nach Segmenten (Vertriebswege)
Cash flow des Konzerns
Konzernbilanz
Die seit Oktober 1997 börsennotierte BERU Aktiengesellschaft ist mit einem geschätzten Weltmarktanteil von über 40% bei Glühkerzen für Dieselmotoren weltweit führender Anbieter in der Dieselkaltstarttechnologie. Im Bereich der Zündungstechnik für Benzinmotoren zählt die Gesellschaft ebenfalls zu den vier führenden Anbietern in Europa. BERU expandiert stark in den Elektronikbereich mit dem Schwerpunkt kompletter, elektronischer Systemlösungen für die Fahrzeugindustrie. Außerdem entwickelt und produziert das Unternehmen Sensortechnologie und Zündsysteme für die Öl- und Gasbrennerindustrie. BERU zählt nahezu alle Automobil- und Motorenhersteller der Welt zu seinen Kunden. Sitz der AG ist Ludwigsburg, Deutschland.
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