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9-Monatszahlen für das Geschäftsjahr 2001/02BERU in den ersten 9 Monaten mit zweistelligem GewinnwachstumLudwigsburg, 14. Februar 2002 Die BERU Aktiengesellschaft, Ludwigsburg, hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2001/02 (zum 31. Dezember 2001) den Umsatz um 8,7% von 196,6 Mio Euro auf 213,3 Mio Euro gesteigert. Der Gewinn nach Steuern erhöhte sich um 31,1% auf 29,5 (22,5) Mio Euro. Den Umsatz mit elektronischen Reifendruck-Kontrollsystemen (TPMS) konnte BERU um 57,4% auf 7,4 Mio Euro steigern. Das TPMS zählt zum Geschäftsfeld Elektronik und Sensorik, in dem das Unternehmen den höchsten Umsatzzuwachs von 30,9% auf 34,3 (26,2) Mio Euro verzeichnete. Das DVFA/SG-Ergebnis je Aktie lag mit 2,44 (2,15) Euro um 13,5% über dem Vorjahresniveau. Konzernumsatz steigt um 9% In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2001/02 (1. April 31. Dezember 2001) konnte BERU seinen Umsatz vor dem Hintergrund eines schwachen deutschen Pkw-Marktes, der um ein Prozent zurückging und deutlich rückläufiger Produktionszahlen in den USA, um 8,7% steigern. Die Erlöse stiegen von 196,6 Mio Euro auf 213,8 Mio Euro. Die im Januar 2001 übernommene koreanische Gesellschaft Hyunil, Chungju-City, Korea, mittlerweile umfirmiert in BERU Korea, steuerte rund 12,0 Mio Euro an Umsatz bei. Der Auftragsbestand stieg auf 146,8 (134,2) Mio Euro und lag damit 9,4% höher als im Vorjahr. Die eingehenden Bestellungen legten um 7,5% auf 152,7 (142,0) Mio Euro zu. Umsatzanstieg in allen Geschäftsfeldern trotz schwacher Branchenkonjunktur Der Gesamtautomobilmarkt in Westeuropa zeigte sich im Jahr 2001 mit einem minimalen Anstieg von 0,6% bei den Pkw-Verkäufen nahezu unverändert. Schwieriger entwickelte sich die Situation in den USA, wo die Fahrzeugproduktion einen Rückgang von mehr als 10% hinnehmen mußte. Angesichts der von den Herstellern erwarteten Abschwächung der Automobilkonjunktur war im dritten Quartal des BERU-Geschäftsjahres feststellbar, dass viele Erstausrüster ihre Fahrzeugbestände und Teilevorräte merklich abbauten. Diesel bleibt Wachstumsträger Das Wachstum bei Diesel-Pkw im europäischen Markt setzte sich auch im Jahre 2001 ungebrochen fort. Der Diesel-Anteil bei den PKW-Neuzulassungen in Europa erreichte 35,9% (32,3%). Schwächer entwickelten sich dagegen die Märkte in Asien und in den USA, wo vor allem im Nutzfahrzeugbereich deutlich weniger Motoren produziert wurden. Weltweit verzeichneten Diesel-PKW ein Wachstum von 7%. In dem Kerngeschäftsfeld Dieselkaltstarttechnologie konnte BERU seinen Umsatz um 4,1% auf 108,4 (104,1) Mio Euro steigern. Bei Dieselkaltstartanlagen für Motoranwendungen in der Erstausrüstung legte das Unternehmen im Einklang mit dem Marktwachstum um 6,7% zu. Belastend wirkte sich die Umstellung auf eine neue Motorengeneration beim wichtigsten US-Kunden International Truck &Engine Corp., Seattle aus wo zudem die Motoren-Produktion im zweistelligen Bereich rückläufig war. Sehr schwach verlief weltweit das Geschäft mit Dieselkaltstartanlagen im Nutzfahrzeugbereich (-16%). Bei Wasserglühkerzen, Nichtmotorapplikationen zum Vorwärmen des Wasserkreislaufs, die nicht den hohen Anforderungen der Motorenanwendungen unterliegen, verzichtete BERU aufgrund der unbefriedigenden Preissituation in diesem Segment bewußt auf Umsätze von rund 1,5 Mio Euro. Diese Anwendungen entspricht nicht mehr moderner Technologie und wird ab Ende 2002 durch die neu entwickelten PTC-Zuheizsysteme ersetzt, mit denen BERU die neue Golf-Plattform und eine weitere Mengenplattform ausrüsten wird. Zukäufe und starker Handel treiben Zündungstechnik Im Geschäftsfeld Zündungstechnik konnte BERU seinen Umsatz um 7,2% auf 71,1 (66,3) Mio Euro steigern. Dazu trugen maßgeblich ein starkes Handelsgeschäft mit Zündkerzen und die Erstkonsolidierung von BERU Korea bei. Bei Zündspulen fielen die Erlöse aufgrund des Auslaufens eines VW Auftrags erwartungsgemäss schwächer aus. Neuanlaufende Erstausrüstungsaufträge bei französischen Herstellern werden im Laufe des Jahres diese ausgelaufenen Lieferungen kompensieren. Elektronik und Sensorik steuern 16% vom Umsatz bei Den Umsatz im Geschäftsfeld Elektronik und Sensorik steigerte BERU um 30,9% auf 34,3 (26,2) Mio Euro. Das neue Geschäftsfeld, von dem sich das Unternehmen die höchsten Zuwächse verspricht, erreichte damit einen Anteil am Gesamtumsatz von 16,0%. Zur Elektronik und Sensorik zählen das elektronische Reifendruck-Kontrollsystem (TPMS) und die neu anlaufenden PTC (positive temperature coefficient)-Zuheizsysteme. Für beide Produktlinien erhielt BERU vor kurzem Großaufträge. Mit den von Porsche und der Ford Motor Group erteilten Aufträge über die Lieferung von TPMS ab den Modelljahren 2004 rechnet BERU bereits im ersten Lieferjahr mit einem Beitrag zum Konzernumsatz in Höhe von mehr als 30 Mio Euro, ansteigend auf mehr als 70 Mio Euro jährlich in den Folgejahren. Der Umsatz mit der neuen Produktlinie PTC-Zuheizer soll bis zum Geschäftsjahr 2004/5 auf rund 30 Mio Euro wachsen. Reifendruck-Kontrolle mit hohen Zuwächsen In der Reifendruck-Kontrolle konnte BERU den Umsatz um 57,4% auf 7,4 (4,7) Mio Euro ausweiten. In Europa liegen die Ausstattungsraten mit diesem Sicherheitssystem aber selbst bei den Oberklassemodellen noch im einstelligen Prozentbereich. Der Trend jedoch zeigt nach oben: Im Hinblick auf die im nächsten Jahr anlaufende Serienausstattung in den USA rechnet das BERU-Management mit steigender Nachfrage und Serienanläufen auch bei den europäischen Herstellern. Mitarbeiterzahl im Konzern sinkt Im Konzernverbund gelang es, die Produktionsstrukturen vor allem an den internationalen Standorten weiter zu verbessern und die Kosten zurückzuführen. Die Anzahl der weltweit Beschäftigten ging im Vergleich zum Vorquartal auf 2.032 (2.073) zurück. Die Personalaufwandsquote ging auf 29,2 (29,9) Prozentpunkte zurück. Materialaufwandsquote zum Vorquartal verbessert Die Materialaufwandsquote konnte im Vergleich zum Vorquartal verbessert werden lag aber mit 38,6% immer noch deutlich über dem Vorjahresniveau (32,3%). Der höhere Materialaufwand bei der Fertigung der neuen elektronischen Produkte sowie der bei über 80% liegende Materialaufwand der neu einbezogenen koreanischen Tochter BERU Korea bedingten diesen Anstieg. Beigetragen hat zudem der für den erwarteten höheren Abverkauf von Glühkerzen für Dieselmotoren in den kalten Wintermonaten erfolgte Bestandsaufbau. Die Konzernleistung wuchs überproportional zum Umsatz um 13,3%. Während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen deutlich auf 15,1(16,9)% vom Umsatz gesenkt werden konnten, ging die Abschreibungsquote nur leicht auf 7,2 (7,6) Prozentpunkte zurück. Operatives Ergebnis steigt weiter BERU hat im den letzten Monaten sowohl im Bereich der Reifendruckkontrolle als auch bei den PTC-Zuheizsystemen für direkteinspritzende Dieselmotoren mit mehreren Großaufträgen in der strategischen Ausrichtung auf die Wachstumsnischen Automobilsensorik und -elektronik erste Erfolge erzielt. Für den Ausbau der FuE Kapazitäten und der Applikationstechnik bei diesen Produktlinien werden alleine am Elektronikstandort der Gruppe in Bretten, Deutschland im laufenden Geschäftsjahr 10 Mio Euro aufgewendet. Im Kalenderjahr 2003 werden für Ford und Porsche bereits die ersten Reifendruck-Kontrollsysteme vom Band laufen. Gleichzeitig wird BERU beginnend in 2002 sämtliche Diesel-Modelle der größten Plattform Europas, die neue Golf-Plattform, mit PTC-Innenraum-Zuheizsystemen ausrüsten. Trotz der ausgeweiteten Vorleistungen für diese Aufträge und den Ausbau der neuen Geschäftsfelder erzielte BERU eine operative Marge von 17,5%. Das EBIT vor Sondereinflüssen legt von 35,5 Mio Euro auf 37,5 Mio Euro zu, ein Anstieg von 5,6%. Inklusive der sonstigen betrieblichen Erträge aus der Veräusserung von Aktien an den US-Gesellschaften Impco Technologies, Cerritos, und Stoneridge, Novi, USA erzielte BERU beim operativen Ergebnis einen Anstieg um 14,4% auf 40,6 Mio Euro. Stark rückläufige Zinsen und die Notwendigkeit, Kapital für geplante Übernahmen kurzfristig verfügbar zu halten liessen das Finanzergebnis mit 2,6 (3,7) Mio Euro um mehr als eine Million niedriger ausfallen. Vor Steuern verdiente BERU 43,2 (39,2) Mio Euro und damit 10,2% mehr als im Vorjahr. Periodenüberschuss steigt um 31% Aus dem Verkauf von Aktien an den US-Gesellschaften Impco Technologies und Stoneridge erzielte BERU 3,1 Mio Euro steuerfreien Gewinn. Vor allem dieser steuerfreie Ertrag aber auch die Auswirkungen des Steuersenkungsgesetzes in Verbindung mit der zunehmend internationalen Struktur des Konzerns liessen die Steuerquote auf 31,7% zurückgehen. Nach Steuern konnte BERU einen um 31,1% auf 29,5 (22,5) Mio Euro gestiegenen Gewinn ausweisen. Das DVFA-Ergebnis je Aktie ist mit 2,44 (2,15) Euro um 13,5% höher ausgefallen als im Vorjahr. Cashflow legt um 20% zu Die Ertragskraft der Gesellschaft spiegelt sich in dem um 19,7% gestiegenen Cashflow des Konzerns wieder, der von 37,6 Mio Euro auf 45,0 Mio Euro zulegte. Die flüssigen Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögen erhöhten sich seit Anfang des Geschäftsjahres von 74,6 Mio Euro auf 78,8 Mio Euro. Die Nettofinanzposition stieg trotz des massiven Ausbaus der neuen Geschäftsfelder um 5,6% auf 62,2 (59,3) Mio Euro. Ausblick »Trotz der zum Teil erheblichen Rückgänge in den USA und einem schwachen Branchenumfeld unter dem vor allem die Erstausrüstung in der Zündungstechnik leidet ist es gelungen, mit der Diesel-Kaltstartechnologie in Europa und zweistelligen Zuwächsen im Handelsgeschäft Umsatz und Ertrag weiter voranzubringen«, erklärt Ulrich Ruetz, Vorstandsvorsitzender der BERU AG. »Weiterhin werden wir hart daran arbeiten, die Profitabilität auf erträglichem Niveau zu halten, vor allem angesichts der erheblichen Vorleistungen für die PTC-Systeme und Reifendruck-Kontrolle, die mehr als 3% des Umsatzes ausgemacht haben. Mit dem Hochlaufen der neuen Produktlinien Ende dieses Jahres werden zunehmend elektronische Systeme zu steigenden Wachstumsraten der Gruppe beitragen. Gemessen an den Pkw-Produktionszahlen rechnen wir im ersten Halbjahr 2002 sowohl in Europa auch in den USA mit einer schwierigen Branchenkonjunktur, die aber gleichzeitig interessante Perspektiven für verstärkte Zukäufe im hochrentablen Ersatzteilgeschäft ebenso wie bei neuen Technologien bietet.« Für das Gesamtjahr 2001/02 peilt das Management einen Umsatzzuwachs von 4 bis 5% bei einer analogen Ausweitung des Gewinns an.
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernbilanz
Kapitalflussrechnung des Konzern
Umsatz nach Segmenten
Cash flow des Konzerns
Die seit Oktober 1997 börsennotierte BERU Aktiengesellschaft, Ludwigsburg, Deutschland, erwirtschaftete im letzten Geschäftsjahr mit 2.100 Mitarbeitern einen Umsatz von 276,5 Mio Euro. Der Automobilzulieferer ist mit einem geschätzten Weltmarktanteil von über 40% bei Glühkerzen für Dieselmotoren weltweit führender Anbieter in der Dieselkaltstarttechnologie. In der Zündungstechnik für Benzinmotoren zählt die Gesellschaft zu den vier größten Herstellern in Europa. BERU expandiert stark in den Elektronik- und Sensorikbereich mit dem Schwerpunkt kompletter, elektronischer Systemlösungen für die Fahrzeugindustrie. Bei der elektronischen Reifendruck-Kontrolle ist BERU alleiniger Lieferant für die deutsche Automobilindustrie. BERU zählt nahezu alle Automobil- und Motorenhersteller weltweit zu seinen Kunden.
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