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Ergebnis für 9 Monate 2002/03Dieselkerngeschäft und Elektronikwachstum halten BERU-Umsatz stabilLudwigsburg, 13. Februar 2003 Die BERU Aktiengesellschaft, Ludwigsburg, hat in den ersten neun Monaten (1. April 31. Dezember 2002) in einem unverändert schwierigen wirtschaftlichen Umfeld den Konzernumsatz um 0,2% von 213,8 Mio Euro auf 214,3 Mio Euro gesteigert. Der Gewinn nach Steuern fiel auch aufgrund einer höheren Steuerquote mit 26,9 (29,5) Mio Euro um 8,8% niedriger aus als im Vorjahr. Positiv entwickelte sich wiederum das Geschäftsfeld Elektronik und Sensorik. Das Unternehmen verzeichnete hier ein Umsatzwachstum von 26,5% auf 43,4 (34,3) Mio Euro. Den Umsatz mit elektronischen Reifendruck-Kontrollsystemen (TSS) konnte BERU um 81,1% auf 13,4 (7,4) Mio Euro steigern. Das um einmalige Einflüsse bereinigte DVFA/SG-Ergebnis je Aktie lag mit 2,21 (2,44) Euro unter dem Vorjahresniveau. Dieselumsatz trotzt Fahrzeugkrise BERU erzielte im umsatzstärksten Kerngeschäftsfeld Dieselkaltstarttechnologie ein leichtes Wachstum von 0,1% von 108,4 Mio Euro auf 108,5 Mio Euro und ist in der automobilen Erstausrüstung nahezu analog zur Steigerung der weltweiten Pkw-Dieselmotorenproduktion gewachsen. Bereinigt um den Absatzrückgang bei Wasserglühkerzen verzeichnete BERU im Kerngeschäftsfeld ein Plus von 4,4%. Für diese im Vergleich zur weltweiten Produktion von Diesel-Pkw leicht unterproportionale Entwicklung waren zum einen die in diesem Geschäftsjahr auslaufenden Wasserglühkerzen für Pkw-Innenraumzuheizer, eine unterdurchschnittliche Nachfrageentwicklung im Aftermarket-Geschäft im Dezember sowie die anhaltende Zurückhaltung der Hersteller bei der Bevorratung von OES- (Original Equipment Services) Teilen verantwortlich. Der nach wie vor weltweit schwache Nutzfahrzeugmarkt verhinderte ebenfalls ein weitergehendes Wachstum. Ab dem vierten Quartal rechnet BERU mit steigenden Umsätzen aufgrund des anlaufenden Neuauftrags für das ISS-Schnellstartsystem in der Golf-Plattform. Zündungstechnik mit Umsatzrückgängen Die Zündungstechnik für Benzinmotoren blieb von der schwachen wirtschaftlichen Lage und der extremen Kaufzurückhaltung der Konsumenten nicht verschont. Davon war vor allem das Erstausrüstungsgeschäft bei BERU betroffen. 2002 wurden in Westeuropa 9% weniger benzinbetriebene Pkw ausgeliefert als noch im Vorjahr, im Heimatmarkt Deutschland ging der Absatz von Pkw mit Ottomotoren um 8% zurück. Im Geschäftsfeld Zündungstechnik ging der Umsatz um 12,2% von 71,1 Mio Euro auf 62,4 Mio Euro zurück. Das schnelle Auslaufen der Zündspulenlieferungen an VW, Anteilsverluste bei Hyundai in Korea und der verspätete Anlauf des Neuauftrags bei Renault verhinderten eine bessere Performance. Hinzu kam der faktische Ausfall des Absatzmarktes Südamerika. Bei Renault wird BERU im April damit beginnen, die neuen Stabzündspulen auszuliefern. Elektronik und Sensorik wachsen planmäßig Das jüngste Geschäftsfeld der BERU AG, Elektronik und Sensorik, konnte die Erlöse in den ersten neun Monaten planmäßig ausweiten. Mit einem Umsatzanstieg um 26,5% von 34,3 Mio Euro auf 43,4 Mio Euro verzeichnete dieser Bereich das höchste Wachstum im Konzern. Er erreicht mittlerweile einen Anteil am Konzernumsatz von 20,3% (16,0%). Den Umsatz in der Sparte Elektronische Reifendruck-Kontrollsysteme (TSS) erhöhte BERU in den ersten neun Monaten um 81,1% auf 13,4 (7,4) Mio Euro. Steigende Ausstattungsraten bei DaimlerChrysler und das Hochlaufen des VW Touareg und Porsche Cayenne sorgen für anhaltend hohe Zuwachsraten. BERU beteiligt sich derzeit an mehreren Ausschreibungen deutscher Hersteller. In den USA verstärkt BERU seine Zusammenarbeit mit der LEAR Corporation, Southfield, USA, bei der Entwicklung, Produktion und dem Absatz von integrierten Reifendruck-Kontrollsystemen. Auftragseingang um 3,3% gestiegen Trotz der derzeit schwachen Automobilkonjunktur konnte BERU in den ersten neun Monaten den Auftragseingang um 3,3% auf 226,4 (219,1) Mio Euro steigern. Der Auftragsbestand verbuchte einen leichten Rückgang um 1,0% von 146,8 Mio Euro auf 145,3 Mio Euro. Mitarbeiterzahl im Konzern leicht gesunken Die Mitarbeiterzahl im Konzern ging seit Beginn des Geschäftsjahres auf 2.180 (2.256) zurück. Dazu trugen vor allem die Restrukturierungen bei den Töchtern F1 Harness Systems Ltd., Diss, Großbritannien, und REMIX Group Electronics Rt., Tiszakécske, Ungarn, bei. Aufgrund der Einbeziehung von F1 und REMIX in den Konsolidierungskreis lag die Mitarbeiterzahl mit 2.180 (2.032) Beschäftigten jedoch um 7,3% über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Personalaufwandsquote stieg von 29,2% auf 31,9%. Für diese Entwicklung zeichneten die Tariferhöhungen bei Löhnen und Gehältern im Inland verantwortlich sowie die Einbeziehung der Tochtergesellschaften F1 Systems, REMIX und der Vertriebsgesellschaft BERU S.A.S., Saint Germain, Frankreich, in den Konsolidierungskreis des Konzerns. Materialaufwandsquote deutlich reduziert Die Materialaufwandsquote ging trotz der starken Umsatzausweitung im materialaufwandsintensiven Geschäftsfeld Elektronik und Sensorik deutlich von 38,6% auf 34,3% zurück. Der aufgrund des ausgelaufenen VW-Geschäfts und Anteilsverlusten bei Hyundai niedrigere Anteil des Zündspulengeschäfts wirkte sich dabei positiv auf die Materialaufwandsquote aus. Gleichzeitig konnten im Rahmen des PAP (Productivity Action Plan) Einsparungen beim Einkauf erzielt werden. Die Rohertragsmarge verbesserte sich auf 65,7% (61,4%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 32,3 Mio Euro auf 35,7 Mio Euro. EBIT-Marge wieder über 15% Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 34,1 (37,5) Mio Euro. Bei der EBIT-Marge erzielte BERU 15,9% (17,5%). Trotz eines im dritten Quartal unter den Erwartungen liegenden Ersatzteilgeschäfts steigerte das Unternehmen die EBIT-Marge im Vergleich zum Vorquartal von 14,0% auf 18,5%. Auf hohem Niveau blieben die Vorleistungen für den Bereich Elektronik und Sensorik: Entwicklungs- und Applikationsprojekte bei den Produktgruppen Dieselschnellstartsysteme ISS, PTC Zuheizsysteme sowie in der Elektronischen Reifendruckkontrolle, in der zahlreiche Projekte neu anliefen, erforderten in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 7,6 Mio Euro. Das schlechte Börsenumfeld und der schwache Dollar führten im dritten Quartal zu Abschreibungen auf Wertpapiere in Höhe von 1,6 Mio Euro. Die operative Marge inklusive des steuerfreien Ertrages aus der Veräußerung von Anteilen an anderen Gesellschaften in Höhe von 3,8 Mio Euro lag bei 17,7% (19,0%), so dass das Unternehmen ein operatives Ergebnis von 37,9 (40,6) Mio Euro erwirtschaftete, 6,7% weniger als im Vorjahr. Wegen der unverändert schwierigen Lage in der Formel 1 Industrie waren bei der englischen Tochter F1 Systems überplanmäßig hohe Restrukturierungsaufwendungen und operative Verluste von 0,6 Mio Euro im dritten Quartal zu verkraften sowie 0,1 Mio Euro bei der ungarischen Produktionsgesellschaft REMIX. In den ersten neun Monaten wandte BERU für die Restrukturierung der beiden Töchter 2,6 Mio Euro auf. Vorsteuerergebnis sinkt um 7% Aus der Veräußerung von Anteilen an den US-amerikanischen Gesellschaften IMPCO Technologies, Inc. und Stoneridge Inc. erzielte das Unternehmen bereits in den ersten beiden Quartalen 3,8 (3,1) Mio Euro an steuerfreien Erträgen. Im dritten Quartal tätigte BERU wegen des negativen Börsenumfelds keine weiteren Beteiligungsverkäufe. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis ging in einem weiterhin von rückläufigen Zinsen geprägten Umfeld von 2,6 Mio Euro auf 2,3 Mio Euro zurück. Das Vorsteuerergebnis verringerte sich um 6,9% von 43,2 Mio Euro auf 40,2 Mio Euro. Die Steuerquote lag mit 33,1% (31,7%) 1,4 Prozentpunkte über der steuerlichen Belastung des Vorjahres. Der Periodenüberschuss ging um 8,8% zurück auf 26,9 (29,5) Mio Euro. Das um einmalige Einflussgrößen bereinigte DVFA/SG-Ergebnis je Aktie lag bei 2,21 Euro nach 2,44 Euro im Vorjahr. Liquide Mittel steigen weiter Der Cashflow ging um 4,4% von 45,0 Mio Euro auf 43,0 Mio Euro zurück. Die flüssigen Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens erhöhten sich im Vergleich zum Halbjahresende auf 117,1 (116,1) Mio Euro. Die Nettofinanzposition belief sich zum Ende des dritten Quartals auf 93,1 Mio Euro nach 91,4 Mio Euro am Halbjahresende. BERU erwirtschaftete im dritten Quartal einen operativen Free Cashflow von 8,3 Mio Euro, in den ersten neun Monaten belief sich der operative Free Cashflow auf 20,7 Mio Euro. Ausblick auf das vierte Quartal
BERU geht davon aus, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Automobilkonjunktur weiterhin schwach bleiben.
Konzern Gewinn- u. Verlustrechnung
Kapitalflussrechnung des Konzerns
Umsatz des Konzerns nach Segmenten (Vertriebswege)
Cashflow des Konzerns
Konzernbilanz
Die seit Oktober 1997 börsennotierte BERU Aktiengesellschaft ist mit einem geschätzten Weltmarktanteil von über 40% bei Glühkerzen für Dieselmotoren weltweit führender Anbieter in der Dieselkaltstarttechnologie. Im Bereich der Zündungstechnik für Benzinmotoren zählt die Gesellschaft ebenfalls zu den vier führenden Anbietern in Europa. BERU expandiert stark in den Elektronikbereich mit dem Schwerpunkt kompletter, elektronischer Systemlösungen für die Fahrzeugindustrie. Außerdem entwickelt und produziert das Unternehmen Sensortechnologie und Zündsysteme für die Öl- und Gasbrennerindustrie. BERU zählt nahezu alle Automobil- und Motorenhersteller der Welt zu seinen Kunden. Sitz der AG ist Ludwigsburg, Deutschland.
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