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Ergebnis für das erste Quartal 2003/04BERU steigert Umsatz im 1. Quartal um über 5%Ludwigsburg, 14. August 2003 Die BERU Aktiengesellschaft, Ludwigsburg, hat in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2003/04 (1. April 30. Juni 2003) den Konzernumsatz um 5,2% von 66,0 Mio Euro auf 69,4 Mio Euro gesteigert. Das Ergebnis nach Steuern fiel vor allem aufgrund einer deutlich gestiegenen Steuerquote mit 7,0 (8,2) Mio Euro um 14,6% niedriger aus als ein Jahr zuvor. Den Umsatz in der Sparte Reifendruck- Kontrollsysteme (TSS) konnte das Unternehmen um 61,5% auf 6,3 (3,9) Mio Euro steigern. Das TSS gehört zum jüngsten Geschäftsfeld des Konzerns, Elektronik und Sensorik, in dem das Unternehmen das höchste Umsatzwachstum von 22,9% auf 16,1 (13,1) Mio Euro ausweisen konnte. Das DVFA/SG-Ergebnis je Aktie lag mit 0,65 (0,70) Euro um 7,1% unter Vorjahr. Diesel weiter auf Wachstumskurs Im umsatzstärksten Kerngeschäftsfeld Dieselkaltstarttechnologie hat das Unternehmen mit 33,6 (33,2) Mio Euro eine leichte Umsatzausweitung in Höhe von 1,2% erzielt. Dabei stellt sich die Absatzentwicklung der einzelnen Produkte höchst unterschiedlich dar. Mit Glühkerzen für Motoranwendungen in der Erstausrüstung wurde im ersten Quartal des Geschäftsjahres mit einem Plus von 4,2% ein Zuwachs erzielt, der über dem 3%igen Absatzwachstum von Diesel-Pkw lag. Demgegenüber wurde das Umsatzaufkommen nochmals durch das vollständige Auslaufen der Wasserkerzen für die Pkw-Innenraumzuheizung belastet. Hier entfielen 0,6 Mio Euro an Erlösen. Weiterhin unbefriedigend zeigt sich das Geschäft bei Nutzfahrzeugen. Der Absatz von Glühwendelkerzen für die Ansaugluftvorwärmung bei Nutzfahrzeugen ging im ersten Quartal zurück. Im US-amerikanischen Markt befinden sich wichtige Kunden in der Umstellung auf neue Modellplattformen, so dass der Umsatz hier deutlich unter dem Vorjahr lag. Neue Projekte bei DMAX sowie der Anlauf der neuen Motorplattformen lassen hier eine Trendwende erwarten. Wie geplant werden die Neuanläufe des ISS in der neuen VW-Golf-Plattform, bei DMAX, USA, und in den 6-Zylinder-Mercedes-Motoren die Umsätze im Jahresverlauf erhöhen. Die seit Mitte des ersten Quartals höheren Lieferanteile bei Glühkerzen beim wichtigen französischen Dieselkunden PSA werden hierzu ebenfalls beitragen. Ausgeweitet werden die Beziehungen zu den französischen Herstellern auch durch die neu erworbene BERU Eyquem. Verhandlungen mit Renault-Nissan über die Entwicklung der Dieselkaltstarttechnologie für einen neuen Volumenmotor sind weit vorangeschritten. Zudem führt BERU aktuell Gespräche mit einem deutschen Hersteller über den Einsatz des Dieselschnellstartsystem. Stabilität in der Zündungstechnik In der Zündungstechnik für Benzinmotoren erreichte das Unternehmen trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds die Umsatzgrößenordnung des Vorjahreszeitraums und verbuchte 19,7 (19,7) Mio Euro. Allein der westeuropäische Markt verzeichnete im ersten Halbjahr 2003 einen Rückgang von 6% bei den Neuzulassungen der Pkw mit Ottomotor. Der Absatzrückgang bei Zündspulen, mit bedingt durch die mehrmalige Verschiebung des Serienanlaufs der Kerzenschachtzündspule für einen französischen Hersteller, belastete die Geschäftsentwicklung in der Zündungstechnik. Der Produktionsanlauf ist aber nun auf Ende September festgelegt. Zweistellige Zuwächse erreichte der Konzern im Absatz von Zündkerzen. Trotz unerwarteter Belastungen durch einen derzeit sehr schwachen mexikanischen Markt und Absatzrückgänge bei einem dort produzierenden Kunden, für den BERU die Kabelsätze liefert, geht das Unternehmen insgesamt von zweistelligen Umsatzsteigerungen in diesem Geschäftsfeld bis zum Jahresende aus. Dazu wird maßgeblich die erfolgte Akquisition der Eyquem Zündkerzen-Division von JCAE (Johnson Controls Automotive Electronics) beitragen, deren Umsatzerlöse zu 90% im Ersatzteilgeschäft entstehen. Geschäftsfeld Elektronik und Sensorik expandiert Im jüngsten Geschäftsfeld Elektronik und Sensorik konnte der Konzern mit einem Plus von 22,9% weiterhin das höchste Umsatzwachstum verzeichnen und erreichte 16,1 (13,1) Mio Euro. Zu dieser Steigerung trugen unter anderem das Reifendruck-Kontrollsystem TSS und das Absatzplus bei Sensoren bei. Auch die neuen PTC- Fahrzeuginnenraumzuheizer tragen langsam zum Umsatz bei. Neuanläufe des PTC-Zuheizers bei VW und Ford werden das Wachstum in der Elektronik und Sensorik in der zweiten Geschäftsjahreshälfte beschleunigen. In der Sparte Reifendruck-Kontrollsysteme konnte BERU den Umsatz im ersten Quartal 2003/04 um 61,5% steigern und erreichte 6,3 (3,9) Mio Euro. Auftragseingang und -bestand mit positiver Tendenz Die BERU AG verzeichnete im ersten Quartal 2003/04 einen Anstieg des Auftragseingangs um 8,2% auf 75,0 (69,3) Mio Euro. Der Auftragsbestand erreichte 151,7 (136,5) Mio Euro, 11,1% über Vorjahr. Mitarbeiterzahl im Konzern konstant Die Mitarbeiterzahl im Konzern lag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 2.212 (2.213) Beschäftigten leicht unter der Vorjahreszahl. Der weitere Ausbau der Entwicklungs- und Applikationsteams am Elektronikstandort Bretten ließ die Personalkosten überproportional steigen, Abfindungszahlungen im Rahmen der bei den Töchtern BERU F1 und REMIX umgesetzten Restrukturierungen kamen hinzu. Die Tarifabschlüsse des Frühjahres führten dazu, dass Löhne und Gehälter um 3,1% anstiegen. Zudem erhöhte die BERU AG die Pensionsrückstellungen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ging die Personalaufwandsquote dennoch mit 32,4% (32,7%) leicht zurück. Elektronikausbau lässt Materialaufwand steigen Die Materialaufwandsquote stieg planmäßig von 35,3% am Umsatz auf 36,3% an. Gründe für die Zunahme waren der höhere Elektronikanteil, der einen höheren Materialaufwand mit sich bringt, und ein gezielter Aufbau der Lagerbestände. Üblicherweise erhöht BERU die Bestände in den ersten beiden Quartalen, um für den hohen Abverkauf in den Winterquartalen vorbereitet zu sein, in denen die kühle Witterung für einen signifikant steigenden Bedarf an Zündkerzen und Glühkerzen in der Nachrüstung sorgt. Betrachtet man die Quote in Bezug auf die Leistung, so liegt der Anstieg bei 0,7 Prozentpunkten. Für die kommenden Quartale rechnet das Management wegen des hohen Elektronikwachstums nicht damit, die Materialaufwandsquote wesentlich zurückführen zu können. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen als Anteil am Konzernumsatz lagen über Vorjahr und erreichten 16,7% (15,8%). Trotz hoher Zukunftsinvestitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr und anhaltend hoher Investitionen von 6,0 (3,2) Mio Euro im ersten Quartal erhöhten sich die Abschreibungen nur leicht von 4,9 Mio Euro auf 5,2 Mio Euro. EBIT-Marge erneut bei 15% Das Ergebnis vor Steuern, Beteiligungserträgen und Zinsen (EBIT) legte im ersten Quartal um 4,0% auf 10,4 (10,0) Mio Euro zu. Die EBIT-Marge erreichte 15,0% (15,2%). Die operative Marge inklusive des steuerfreien Ertrags aus der Veräußerung von Aktien an den US-Firmen Impco Technologies und Stoneridge in Höhe von 0,2 Mio Euro nach 1,2 Mio Euro im Vorjahr erreichte 15,3% (17,0%). Steuererhöhung und fehlende steuerfreie Erträge lassen Steuerquote steigen Die im Vergleich zum Vorjahresquartal unbedeutenden steuerfreien Erträge aus der Veräußerung von Aktien der US-Gesellschaften Impco Technologies und Stoneridge trugen mit 0,2 (1,2) Mio Euro zum Ergebnis vor Steuern bei. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis stieg um 14,3% von 0,7 Mio Euro auf 0,8 Mio Euro. Vor Steuern verdiente der Konzern 4,2% weniger und erreichte ein Vorsteuerergebnis von 11,4 (11,9) Mio Euro. Da die Aktienverkäufe steuerfrei erfolgten, war die Steuerquote im ersten Quartal des Vorjahres mit 31,1% ungewöhnlich niedrig ausgefallen. Zudem erhöhte sich die Besteuerung in Deutschland erheblich aufgrund der Änderungen im Steuerrecht zur bisher möglichen Anrechnung des Körperschaftssteuerguthabens auf Dividenden. Dies führt bei der BERU AG zu Steuermehrzahlungen von 1,6 Mio Euro in diesem Jahr. In Summe stieg die Steuerquote von 31,1% auf 38,6 %. BERU wird in diesem Zusammenhang daran arbeiten, die Möglichkeiten des internationalen Produktionsverbundes verstärkt zu nutzen. Der Periodenüberschuss ging somit um 14,6% auf 7,0 (8,2) Mio Euro zurück. Das um einmalige und außergewöhnliche Einflussgrößen bereinigte DVFA/SG-Ergebnis je Aktie verringerte sich um 7,1% auf 0,65 (0,70) Euro. Finanzposition steigt um 9% Der Cashflow des Konzerns spiegelt die hohe Ertragskraft des BERU Geschäfts wider und erreichte mit 12,3 (13,2) Mio Euro fast 18% vom Umsatz. Der operative Free Cashflow des ersten Quartals lag aufgrund der deutlich höheren Zukunftsinvestitionen planmäßig unter Vorjahr, bei 6,1 (8,8) Mio Euro. Dies entspricht einer OFCF-Rendite von 8,8%. Ziel für das Geschäftsjahr 2003/04 ist es, erneut einen operativen Free Cashflow von 25 bis 30 Mio Euro zu generieren. Die flüssigen Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens erhöhten sich um 8,9% auf 128,1 (117,7) Mio Euro und machen 37,2% der Bilanzsumme aus. Die Nettofinanzposition erhöhte sich um 7,4%, von 97,6 Mio Euro auf 104,8 Mio Euro, während die Bilanzsumme um 4,7% auf 344,4 (329,0) Mio Euro wuchs. Ausblick Ausgehend von der neu anlaufenden Golf-Plattform, deren Dieselmodelle sämtlich sowohl mit dem ISS als auch mit BERU PTC Keramikheizern ausgerüstet werden, rechnet BERU in der zweiten Jahreshälfte mit steigender Umsatzdynamik, die sich auch im folgenden Geschäftsjahr fortsetzen soll. Dazu beitragen wird auch der Anlauf des ISS bei DMAX in den USA im dritten Quartal. Das GM/Isuzu Joint Venture baut die Dieselmotoren für Isuzu und GM Light Trucks. Abhängig von der Hochlaufgeschwindigkeit und Dieselpenetration dieser signifikanten Anläufe sollen die neuen Produkte bei ISS und PTC so bald wie möglich den Breakeven erreichen. Der Anlauf des Zündspulenauftrags von Renault ist bereits in Vorbereitung und erfolgt ebenfalls ab dem Ende des dritten Quartals. Ziel des BERU Managements ist es, trotz einer Verwässerung der EBIT-Marge durch die Eyquem Übernahme von knapp einem Prozentpunkt und des aufgrund der Ausweitung des Elektronikgeschäfts steigenden Materialanteils mindestens eine EBIT-Marge von 15% zu erwirtschaften. Unter Einbeziehung der Neuakquisition BERU Eyquem plant BERU, die Erlöse gegenüber dem Vorjahr um bis zu 15% zu steigern.
BERU Aktiengesellschaft, Konzern Gewinn- u. Verlustrechnung
Konzernbilanz zum 30. Juni 2003
Kapitalflußrechnung des Konzerns
Cashflow des Konzerns
Umsatz nach Segmenten (Vertriebswege)
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