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Ergebnis für 9 Monate 2003/04BERU steigert Umsatz um 16% EBIT-Marge erreicht 17%Kerngeschäftsfeld Dieselkaltstarttechnologie wächst Im umsatzstärksten Kerngeschäftsfeld Dieselkaltstarttechnologie verzeichnete BERU in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2003/04 ein ca. 6%iges Wachstumsplus von 108,5 Mio Euro auf 115,2 Mio Euro. Sehr positiv entwickelten sich die Umsätze in Asien und Europa. Besonders auf dem französischen Markt lagen die OEM-Absätze von Glühkerzen zum Teil über Plan. Zufrieden ist BERU mit der Entwicklung beim Dieselschnellstartsystem ISS. Das Hochlaufen der Golf-V-Plattform (inkl. Seat, Skoda, Audi und Touran) verlief ebenfalls nach unseren Erwartungen. Im Dezember 2003 hat BERU auch erstmals in den USA mit der ISS-Belieferung bei DMAX für Isuzu und GM-Dieselmotoren begonnen. Der Neuanlauf des ISS bei DaimlerChrysler für den Mercedes- Benz 6-Zylinder im vierten Quartal wird zu einer sich fortsetzenden Umsatzausweitung im Kerngeschäftsfeld Dieselkaltstarttechnologie beitragen. Zündungstechnik profitiert unter anderem von Zukauf BERU konnte die Umsätze in der Zündungstechnik in den ersten neun Monaten um 19,6% auf 74,6 (62,4) Mio Euro steigern, obwohl allein in Westeuropa die Neuzulassungen der Pkw mit Ottomotoren 2003 um 7% zurückgingen. Dieser Umsatzanstieg gründet unter anderem auf der Akquisition der BERU Eyquem im vergangenen Jahr, die über 11 Mio Euro zur Umsatzentwicklung des Konzerns in der Zündungstechnik beitrug. Außerdem trägt der neue Standort dazu bei, das Marktpotenzial zu erweitern und die Liefereffizienz zu steigern. Der Absatz von Zündkerzen hat sich damit in den ersten neun Monaten um über 50% erhöht. BERU hat zudem seit dem dritten Quartal damit begonnen, Renault mit Zündspulen zu beliefern. Dieser Anlauf schlug sich ebenfalls positiv auf die Umsatzentwicklung in der Zündungstechnik nieder. Trotz des relativ milden Winters in Deutschland entwickelte sich auch hier der Aftermarket weitgehend planmäßig. Der Umsatzanteil des Handelsgeschäfts insgesamt machte über 30% vom Konzernumsatz aus. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2003/04 geht BERU von einer Fortsetzung der positiven Entwicklung in der Zündungstechnik aus. Elektronik und Sensorik weiterhin auf Erfolgskurs Im jüngsten Geschäftsfeld der BERU AG, der Elektronik und Sensorik, belief sich der Umsatzanstieg auf 34,8%. Das Unternehmen erwirtschaftete in diesem Bereich 58,5 (43,4) Mio Euro. Der Anteil am Konzernumsatz beträgt mittlerweile 23,6%. In steigendem Maße trägt hier der Anlauf der Produktion von elektronisch geregelten PTC-Innenraumzuheizern für Dieselmotoren bei, die zum Beispiel in der neuen Golf-V-Plattform zum Einsatz kommen und demnächst auch in der Ford- Focus-Plattform anlaufen. Positiv entwickelt sich weiterhin die Sparte Reifendruck-Kontrollsysteme: Steigende Ausstattungsraten bei den von BERU mit elektronischen Reifendruck-Kontrollsystemen TSS ausgestatteten Modellen von Porsche, DaimlerChrysler und der VW-Gruppe, aber auch das erfolgreiche Hochlaufen des TSS im VW Touareg und im Porsche Cayenne ließen die Erlöse auf 21,7 (13,4) Mio Euro ansteigen. Im laufenden Geschäftsjahr wird BERU zwei weitere Volumenmodelle bei Audi mit TSS ausrüsten und sich an allen Ausschreibungen europäischer Hersteller beteiligen. Mit Spannung erwarten wir die Neuauflage der nordamerikanischen Gesetzgebung Tire Safety Rule. Nachdem ein amerikanisches Bundesgericht der Klage amerikanischer Konsumentenverbände nachging, die Sicherheit und Leistungsfähigkeit indirekt-messender Systeme kritisch hinterfragte und für nicht ausreichend befand, erwarten die Hersteller in den nächsten Wochen die Bekanntgabe der neu formulierten Systemanforderungen. Im Falle einer Verschärfung der Regelung für indirekt-messende Systeme oder einer Nichtzulassung ergeben sich positivere Marktchancen für die direkt-messenden Systeme, die den Reifendruck via Druck- und Temperatursensor unmittelbar und präzise im Reifeninneren erfassen. In Europa zählt BERU zu den führenden Anbietern direkt-messender Systeme. Auf der Basis eines Lizenzmodells verstärkt BERU auf dem nordamerikanischen Markt seine Allianz mit der Lear Corporation Southfield, USA, über die Entwicklung, Produktion und den Absatz von direkt-messenden, integrierten Reifendruck-Kontrollsystemen. Erste gemeinsame Projekte bei Ford und Kia/Hyundai werden 2005 anlaufen. Auftragseingang und Auftragsbestand verzeichnen Zuwächse Der Auftragseingang nahm in den ersten neun Monaten um 17,2% von 226,4 Mio Euro auf 265,3 Mio Euro zu. Auch der Auftragsbestand verzeichnete einen Zuwachs von 12,3% und lag zum 31. Dezember 2003 bei 163,1 (145,3) Mio Euro. Personalaufwandsquote sinkt Die Mitarbeiterzahl im Konzern ging seit Ende des ersten Halbjahres auf 2.690 (2.718) Beschäftigte zurück. Die Personalaufwandsquote sank von 31,9% auf 30,5%. Hierzu haben Restrukturierungsmaßnahmen bei den Töchtern und Effizienzsteigerungsmaßnahmen in der Gruppe beigetragen. Am französischen Fertigungsstandort für Zündkerzen Chazelles-sur-Lyon, an dem die Fertigung von Zündkerzen zusammengeführt wird, ist die BERU Gruppe im Begriff, eine hocheffiziente automatisierte Fertigung aufzubauen. Im Januar wurde die Entscheidung getroffen, die Verlagerung der Kapazitäten des bisher am deutschen Standort Neuhaus angesiedelten zweiten Standorts, an dem der Konzern Zündkerzenfertigung für Automobile betreibt, nach Chazelles-sur-Lyon vorzunehmen. BERU setzt damit seine Strategie um, die Zündkerzenproduktion an einem Standort zu konzentrieren. Zehn Arbeitsplätze für Festangestellte werden entfallen, vierzig befristete Arbeitsverhältnisse werden nicht verlängert werden können. Die Entwicklung wird weiterhin vom Hauptsitz der Gesellschaft in Ludwigsburg, Deutschland, aus betrieben. Synergien verspricht sich das Unternehmen insbesondere im Einkauf sowie durch wirtschaftlichere Produktion steigender Stückzahlen in Chazelles-sur-Lyon. Materialaufwandsquote leicht besser im dritten Quartal Trotz des steigenden Elektronikanteils bei der Fertigung der neuen Produktgruppen ISS, PTC und TSS am Standort Bretten gelang es, durch Einkaufsoptimierung und Bezug höherer Mengen die Materialaufwandsquote nahezu konstant bei 34,9% (34,3%) zu halten. Die Rohertragsmarge erreichte in den ersten neun Monaten 65,1% (65,7%) und verbesserte sich im dritten Quartal sogar auf 66,9%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres bei 38,8 (35,7) Mio Euro. Als Anteil am Konzernumsatz gingen sie auf 15,6% (16,7%) zurück. EBIT-Marge bei 17% In den ersten neun Monaten erzielte BERU eine EBIT-Marge von 16,8% (15,9%). Der Konzern ist damit auf gutem Wege, das gesetzte Mindestziel einer EBIT-Marge von 15% zu überschreiten. Das EBIT wuchs um 22,0% und erreichte 41,6 Mio Euro nach 34,1 Mio Euro im Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal lag die EBIT-Marge bei 18,2%. Die Einbeziehung der Neuakquisition von BERU Eyquem in den Konsolidierungskreis belastete die Konzernmarge leicht. Positiv wirkten sich der erreichte Breakeven in der Reifendruckkontrolle und die Zunahme der Stückzahlen bei den neuen ISS- Systemen und PTC-Zuheizern aus. Die Vorleistungen für die Entwicklung der nächsten Generation in der elektronischen Reifendruck-Kontrolle sowie rund um die Produktkonzepte „smart plug" , bei denen die Glühkerze mit intelligenter Sensorik verbunden werden, sowie Zuheizer für Partikelfilter bzw. NOX-Katalysatoren blieben auf hohem Niveau. Die Restrukturierungsmaßnahmen bei dem Formel-1- High-Tech-Zulieferer BERU F1 Systems und bei der ungarischen Elektroniktochter REMIX Group Electronics griffen so, dass sich im Vergleich zum Vorjahr Restrukturierungsaufwendungen und operative Verluste auf nur noch 0,5 (2,6) Mio Euro addierten. Nachdem im Vorjahr noch 3,8 Mio Euro aus der Veräußerung von Anteilen an anderen Gesellschaften zu Buche geschlagen hatten, erzielte BERU in den ersten neun Monaten 2003/04 daraus lediglich 0,5 Mio Euro an Ertrag. Dennoch erhöhte sich das operative Ergebnis, das auch die einmaligen Erträge aus der Veräußerung von Anteilen an anderen Gesellschaften umfasst, auf 42,1 (37,9) Mio Euro. Bereinigtes Ergebnis je Aktie legt um 21% zu Das schwache Zinsumfeld ließ das Finanz- und Beteiligungsergebnis von 2,3 Mio Euro auf 1,9 Mio Euro sinken. Auf festverzinsliche Wertpapiere des Umlaufvermögens fielen Abschreibungen in Höhe von 0,3 Mio Euro an. Vor Steuern verdiente das Unternehmen damit 9,5% mehr und erreichte 44,0 (40,2) Mio Euro. Trotz einer deutlich gestiegenen Steuerquote von 37,7% (33,1%) legte auch das Ergebnis nach Steuern um 1,9% auf 27,4 Mio Euro nach 26,9 Mio Euro im Vorjahr zu. Das um einmalige und außergewöhnliche Einflussgrößen bereinigte DVFA/SG-Ergebnis je Aktie stieg um 21,3% und erreichte 2,68 (2,21) Euro. BERU mit hoher Finanzierungskraft Mit einer Steigerung des Cashflow um über 3% von 43,0 Mio Euro auf 44,4 Mio Euro bewies BERU wiederum seine hohe Finanzierungskraft. Die flüssigen Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens sanken um 2,8% von 86,9 Mio Euro zum Halbjahresende auf 84,5 Mio Euro Ende Dezember 2003. Die in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres getätigten Investitionen erhöhten sich auf 22,2 (18,5) Mio Euro. Darin bereits enthalten ist ein weiterer Teil der Investition in Höhe von 6,5 Mio Euro für das neue, hochmoderne Aftermarket-Logistikzentrum in Ludwigsburg, das im dritten Quartal in Betrieb genommen wurde. Im dritten Quartal 2003/04 erwirtschaftete BERU einen operativen Free Cashflow von 10,3 (8,3) Mio Euro. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres belief sich dieser auf 21,7 (20,7) Mio Euro. Ausblick auf das vierte Quartal BERU geht derzeit davon aus, dass die weltweite Automobilkonjunktur 2004 eine moderate Belebung verzeichnen könnte. Preisdruck und Verkaufsfördermaßnahmen der Hersteller stellen aber weiterhin ein anspruchsvolles Marktumfeld dar. Besonders die Märkte in Westeuropa und den USA werden es nach wie vor schwer haben sich substanziell von den bisher rückläufigen Zulassungszahlen zu erholen. Aufgrund zahlreicher Anläufe zum Beispiel in den beiden volumenstärksten europäischen Fahrzeugplattformen Golf V und Ford Focus sowie in den USA bei GM/Isuzu sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren für das Unternehmen in erster Linie der planmäßige Anlauf bei den Erstausrüstern und der Dieselanteil. Im Einklang mit den Marktforschungsinstituten erwarten wir eine weiterhin positive Entwicklung des Diesel in Westeuropa, der im Begriff ist, die 45%-Marke bei den Neuzulassungen zu überwinden. Der deutsche Markt hat hier noch Nachholbedarf. In den USA gibt es zunehmend konkrete Signale dafür, dass sich die Rahmenbedingungen für einen Anstieg der Dieselmotorisierung im Lande der hochvolumigen 8- Zylinder-Light-Trucks bessern und Hersteller wie die Volkswagen-Gruppe, DaimlerChrysler, aber auch Ford ihre Dieselmodellpalette ausweiten wollen. Der Vorstandsvorsitzende Marco v. Maltzan erklärt »Je nach Anlaufgeschwindigkeit unserer neuen Projekte gehen wir davon aus, unser Jahresziel, den Umsatz um 15% bei 15% EBIT-Marge zu steigern, mindestens erreichen werden. Nach dem Breakeven in der elektronischen Reifendruckkontrolle planen wir, in den nächsten Quartalen bei ISS und PTC ebenfalls den Breakeven zu erreichen. Dabei gilt es, dem starken Preisdruck der Hersteller durch unser Effizienzsteigerungsprogramm PAP (Productivity Action Plan), einen optimalen internationalen Produktionsverbund und vor allem technologische Innovationen zu begegnen. Auch 2004/05 wird mit acht Neuanläufen bei den neuen Produkten ein Jahr der Anläufe und des zweistelligen organischen Wachstums werden, das es zu bewältigen gilt. Im Mittelpunkt steht für uns dabei weiterhin nicht das Umsatzwachstum per se sondern die Steigerung der Ertragskraft des Unternehmens.«
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernbilanz
Kapitalflussrechnung des Konzerns
Cashflow des Konzerns
Umsatz nach Segmenten (Vertriebswege)
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