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Ergebnis für Neun Monate 2004/05BERU steigert Umsatz um mehr als 13%Diesel auf nachhaltigem Wachstumskurs Mit dem Absatz von Glühkerzen für Motoranwendungen in der Erstausrüstung erzielte BERU in den ersten neun Monaten ein Umsatzplus von mehr als 13%. Neben dem boomenden Markt für Diesel-Pkw in Westeuropa trugen auch Marktanteilsgewinne dazu bei. BERU konnte weitere Lieferanteile bei einem französischen Hersteller gewinnen und beliefert diesen nun exklusiv. Unter den Erwartungen lag das Ersatzteilgeschäft. Vor allem der Absatz von Glühkerzen im OES-Geschäft, dem Handelsgeschäft der Hersteller, blieb hinter den Erwartungen zurück und verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr zweistellige Rückgänge. Dies lag unter anderem an dem verspäteten Wintereinbruch. Eine zweite Lagerbevorratung ist aufgrund des milden Klimas bisher ausgeblieben. Verstärkt wurde dieser Effekt durch ein sehr vorsichtiges Dispositionsverhalten unserer Kunden. In den ersten Wochen des vierten Quartals von BERU war dagegen eine leichte Belebung der Glühkerzenverkäufe im OES-Geschäft spürbar. Zufrieden sind wir mit der Absatzentwicklung bei den ISS-Dieselschnellstartsystemen. Hier liegen die Umsätze über Plan. Die Fertigungskapazität der BERU Electronics GmbH in Bretten wurde weiter ausgebaut. Ab März 2005 liefert BERU bereits die zweite Generation des ISS an einen amerikanischen Motorenhersteller aus. Weitere Neuanläufe in der Dieselkaltstarttechnologie sichern auch zukünftig ein nachhaltig hohes Wachstum. BERU Eyquem trägt 24 Mio Euro zur Zündungstechnik bei Im Geschäftsfeld Zündungstechnik stiegen die Umsätze in den ersten neun Monaten um 13,8% auf 85,2 (74,9) Mio Euro. Der Umsatzanstieg resultiert in erster Linie aus dem Beitrag der Eyquem-Akquisition. Das Marktumfeld war dabei durchaus schwierig. In Westeuropa ging der Absatz von Pkw mit Benzinmotor zugunsten dieselbetriebener Fahrzeuge um 7% zurück. Der Umsatz mit Zündspulen blieb trotz des schwachen konjunkturellen Umfelds stabil. BERU plant, die Stückzahlen bei dieser Produktgruppe weiter auszubauen: Höhere Lieferanteile bei einem französischen Hersteller ab der Jahresmitte 2005 und Neukundenprojekte sorgen hier für weiteres Wachstum. Schwach entwickelte sich dagegen das außereuropäische Handelsgeschäft, was unter anderem auf den schwachen Dollar zurückzuführen ist. Zufriedenstellend entwickelten sich die Umsätze bei Zündverbindungsmitteln und Zündungsteilen. BERU gewann hier Lieferanteile und erschloss neue Märkte. Zuwächse konnten auch durch Programmausweitungen und die Aufnahme neuer Produkte in das Handelsprogramm von BERU Eyquem realisiert werden. Jüngstes Geschäftsfeld unter Plan Die Entwicklungen in unserem jüngsten Geschäftsfeld Elektronik und Sensorik verliefen dagegen unter Plan. Die Umsätze in der Elektronik und Sensorik erreichten 65,9 Mio Euro nach 58,5 Mio Euro im Vorjahr, was einer Steigerung von ca. 13% entspricht. Auch wenn BERU bei PTC-Zuheizern hohe Zuwächse erzielte und für das Gesamtjahr mit mehr als einer Verdoppelung der Vorjahresumsätze rechnet, entsprechen die Abrufe nicht vollständig den Erwartungen. Deutlich unter Plan fiel die Entwicklung in der Sparte Reifendruck-Kontrollsysteme aus. Diese Planabweichung resultiert dabei zum Teil aus rückläufigen Ausstattungsquoten, aber auch aus der bei einem Hersteller ursprünglich geplanten, aber noch nicht erfolgten Serienausstattung einer Plattform mit TSS für den amerikanischen Markt. Grund hierfür war die bis Spätherbst 2004 noch ausstehende verbindliche Festlegung des Einführungsszenarios durch die amerikanische NHTSA. Im letzten Geschäftsjahr 2003/04 hat das Unternehmen mit seiner Produktpalette in der Reifendruckkontrolle mehr als 30 (20) Mio Euro erlöst. Derzeit erwartet das Management, dass die Erlöse im Gesamtjahr unter Vorjahr liegen werden. Mit Anlauf eines Großauftrags über die Ausstattung mehrerer Plattformen bei einem europäischen Hersteller ab Mitte des Jahres geht BERU von wieder deutlich zweistelligen Umsatzsteigerungen in der Reifendruckkontrolle aus. Der unlängst erhaltene Großauftrag soll im kommenden Geschäftsjahr 15 bis 20 Mio Euro zum Konzernumsatz beitragen. Darüber hinaus befindet sich das Unternehmen in Gesprächen mit einem weiteren deutschen Hersteller, eine neue Plattform serienmäßig mit dem BERU TSS (Tire Safety System) auszustatten. Auftragseingang und Auftragsbestand ziehen an In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres sind Auftragseingang und -bestand weiter gewachsen. Bei den Auftragseingängen verzeichnete BERU einen Anstieg um 10,2% auf 292,4 (265,3) Mio Euro. Der Auftragsbestand lag mit 176,9 (163,1) Mio Euro 8,5% höher als im Vorjahr. Mitarbeiterzahl leicht gestiegen Die Beschäftigtenzahl lag zum 31. Dezember 2004 bei 2.657 und ist damit im Vergleich zum Ende des ersten Halbjahres um 1,3% gestiegen. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich um 2,1 Prozentpunkte auf 31,3% (29,2%). Hierin enthalten sind die einmaligen Aufwendungen für das Ausscheiten eines Vorstands. Materialaufwandsquote steigt leicht Der Materialaufwand ist in den ersten neun Monaten um 14% auf 103,3 Mio Euro gestiegen nach 90,6 Mio Euro im Vorjahr. Trotz steigender Rohstoffpreise musste BERU bei der Materialaufwandsquote mit 36,7% (36,4%) nur einen leichten Anstieg hinnehmen. Angesichts eines weiter gestiegenen Elektronikanteils am Produktmix liegt diese Entwicklung im Plan. Für das Gesamtjahr plant das Unternehmen, weiterhin eine Materialaufwandsquote von 36,5% bis 37,5% zu erreichen. Bezogen auf die Konzernleistung (Umsatz zuzüglich Bestandsveränderungen und aktivierter Eigenleistungen) ergibt sich eine Quote von 35,7% (34,9%). Die Rohertragsmarge lag bei 63,3% (63,6%). Höher fielen dagegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus, die in den ersten neun Monaten 2004/05 41,7 Mio Euro nach 39,5 Mio Euro im Vorjahr erreichten. Der Anteil am Konzernumsatz lag bei 14,8% (15,9%). EBIT-Marge vor Einmaleffekt auf hohem Niveau Das Ergebnis der vergangenen neun Monate wurde durch einmalige außerordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit Veränderungen im Vorstand und Kosten für Beratungsleistungen mit Blick auf das Übernahmeangebot von BorgWarner in Höhe von 4,8 Mio Euro belastet. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) stieg vor einmaligen Aufwendungen im eigentlichen operativen Geschäft um 7,0% auf 42,9 (40,1) Mio Euro. Unter Miteinbeziehung der außerordentlichen Aufwendungen ergab das EBIT dagegen 38,1 Mio Euro. Die Ertragskraft des Unternehmens blieb mit einer adjustierten EBIT-Marge von 15,2% auf hohem Niveau, lag jedoch unter dem Vorjahreswert von 16,1%. Finanzergebnis verbessert Das Finanzergebnis verbesserte sich trotz eines weiterhin schwachen Zinsumfelds und erreichte 2,4 Mio Euro nach 1,7 Mio Euro im Vorjahr. Vor Steuern verdiente BERU adjustiert über 8% mehr. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 45,3 (41,8) Mio Euro. Inklusive der angefallenen einmaligen Aufwendungen betrug das Vorsteuerergebnis 40,5 Mio Euro. Adjustierter Konzerngewinn bei 27 Mio Euro Die Gesamtsteuerquote erreichte 40,5% (38,0%), was u.a. auf die ertragsunabhängige Substanzsteuer bei BERU Eyquem und höhere Umsätze in Regionen mit überproportional hoher Steuerquote zurückzuführen ist. Die Ertragsteuerquote lag mit 38,0% (36,7%) höher als im Vorjahr. Vor einmaligen Aufwendungen stieg der Konzerngewinn auf 27,0 Mio Euro nach 25,8 Mio Euro im Vorjahr. Unter Miteinbeziehung der Einmalaufwendungen lag der Konzerngewinn bei 24,0 Mio Euro. Das um einmalige Effekte bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 4,7% auf 2,70 (2,58) Euro. Stark in die Zukunft: Investitionsquote bei fast 10% Unverändert ist es Bestandteil der BERU Unternehmenspolitik, den Konzern durch Innovationsführerschaf bei den Produkten und hocheffiziente Produktionsabläufe für die Zukunft fit zu machen. Mit einer Investitionsquote von 10% hebt sich BERU klar vom Branchendurchschnitt ab. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände erhöhte BERU um über 30% auf 28,8 (22,0) Mio Euro. Schwerpunkte lagen auf der Ausweitung der Produktionskapazitäten für das Dieselschnellstartsystem ISS am Standort Bretten sowie für den Ausbau der Zündspulenproduktion in Muggendorf. In Ludwigsburg investierte BERU in den Aufbau einer weiteren Glühkerzenlinie zur Fertigung hochmoderner schlanker »Slim Line«. Der operative Free Cashflow ging in der Konsequenz um 7,2% auf 16,3 (23,5) Mio Euro zurück. Der Cashflow des Konzerns lag mit 45,1 (45,5) Mio Euro auf Vorjahresniveau. Die liquiden Mittel im Konzern beliefen sich zum Quartalsende auf 96,2 nach 91,5 Mio Euro zum Ende des zweiten Quartals. Die Nettofinanzposition stieg um 6,1 Mio Euro auf 73,4 (67,3) Mio Euro im Vergleich zum 30. September 2004. Ausblick auf das Gesamtjahr Vor allem aufgrund der unter Vorjahresniveau liegenden Verkäufe bei Reifendruck-Kontrollsystemen und eines ungewöhnlich warmen Winterquartals, das im dritten Quartal zu einer schwächeren Absatzentwicklung im Ersatzteilgeschäft führte als geplant, schließt der BERU Vorstand nicht aus, dass das ursprüngliche Jahresziel, den Konzernumsatz um mehr als 13% und das operative Ergebnis analog zu steigern, leicht unterschritten werden könnte. Die Profitabilität der Mitte 2003 gekauften französischen Tochtergesellschaft Eyquem liegt bislang noch unter den Erwartungen und belastet die EBIT-Marge des Konzerns derzeit mit ca. einem Prozentpunkt. Der Aufbau der neuen hochmodernen Fertigungsanlagen und -prozesse bei der französischen Tochter und die umgesetzten Strukturierungen bei BERU Eyquem sollen hier zu einer Verbesserung beitragen. Mit Blick auf das Gesamtjahr geht der Vorstand davon aus, den Konzernumsatz um mindestens 10% zu steigern; das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen), vor einmaligen Aufwendungen für Veränderungen im Vorstand und für die angefallenen Beratungsleistungen in Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot von BorgWarner in Höhe von knapp 5 Mio Euro, soll mindestens 56 Mio Euro erreichen. Im Vorjahr hatte BERU ein EBIT von 53,4 Mio Euro erzielt. »Die Abrufe in der Reifendruckkontrolle stellen uns derzeit nicht zufrieden. Mit dem Anlauf des Großauftrags bei einem europäischen Hersteller ab Mitte des Jahres rechnen wir in dieser Sparte zukünftig wieder mit zweistelligem Wachstum. In 2005/06 wird der Neuauftrag 15 bis 20 Mio Euro beitragen. Zudem haben wir noch ein Quartal vor uns, das saisonal bedingt immer zu unseren stärkeren gezählt hat«, so Marco v. Maltzan, Vorstandsvorsitzender der BERU AG. »Mit unserer weltweit führenden Aufstellung in der Dieselkaltstarttechnologie sehen wir uns auch für die kommenden Jahre richtig aufgestellt, um von den weltweit erwarteten Zuwächsen in der Dieselmotorisierung profitieren zu können.«
BERU Aktiengesellschaft, Konzern Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2004 nach IFRS
Kapitalflussrechnung des Konzerns nach IFRS
Cashflow des Konzerns nach IFRS
Umsatz und EBIT nach Segmenten (Vertriebswege) nach IFRS
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