Neuer RIS-Sensor von BERU unterstützt Automobilhersteller beim Einhalten strenger Abgasgesetze
Die Reduzierung von Schadstoff-Emissionen hat bei Automobilbauern weltweit oberste Priorität. Eine effektive Maßnahme zur Verbesserung der Luftqualität ist die katalytische Beschichtung des Fahrzeugkühlers. BERU entwickelt die für den gesetzlich vorgeschriebenen Betrieb in den USA nötigen Kühleridentifikations-Sensoren.
(Ludwigsburg, 15. November 2005) Fahrzeugkühler mit einer speziellen Beschichtung zur aktiven Luftreinigung ermöglichen in den USA eine Art fahrzeugbezogenen Emissionshandel. Hintergrund: Bei der Bewertung der Umweltverträglichkeit eines Kfz vergeben US-Behörden so genannte Credits für technische Maßnahmen, die zur Verbesserung der Luftqualität beitragen. Diese „Bonuspunkte“ lassen sich wiederum verrechnen: Gutgeschriebene Credits kompensieren beispielsweise eine zu hohe Flottenemission. Den Kühler eines Fahrzeugs katalytisch zu beschichten ist eine solche Maßnahme. Diese spezielle Außenbeschichtung des Kühlernetzes sorgt während des Fahrbetriebs bei der durchströmenden Luft für eine Umwandlung des Ozonanteils in Sauerstoff. Ein Auto mit einem solchen Kühler trägt dadurch erheblich zur Reduktion des gesundheitsschädlichen bodennahen Ozons bei. Damit die Credits angerechnet werden
können, fordert die zuständige US-Behörde ARB (Air Ressources Board), dass die tatsächliche Existenz und die einwandfreie Funktion des Kühlers im Fahrzeug jederzeit sicher gestellt sind.
BERU RIS-Sensor: extrem manipulationssicher
Diese wichtige Aufgabe übernimmt ein von BERU eigens entwickelter Kühleridentifikations-Sensor (Radiator Identification Sensor, RIS).
Er soll:
- die Demontage eines katalytisch beschichteten Kühlers und seinen Austausch durch einen nicht beschichteten verhindern.
- den Ausbau des BERU Kühleridentifikations-Sensors und die Reproduktion der Elektronik/Software unmöglich machen.
- verhindern, dass der BERU Kühleridentifikations-Sensor
großflächig aus dem Kühler ausgeschnitten und kühlerfern montiert wird.
Dazu fragt das Motorsteuergerät den Microcontroller des Kühleridentifikations-Sensors beim Start, ob der spezielle Kühler noch
vorschriftsmäßig eingebaut ist. Bei einem Missbrauch leuchtet die so genannte MIL (Malfunction Idication Lamp) auf: Kühler nebst Sensor müssen dann getauscht werden.
Audi, BMW und Mercedes-Benz verwenden den von BERU
gefertigten RIS-Sensor bereits in Serie. Mercedes-Benz setzt ihn
beispielsweise in allen C- und E-Klasse-Fahrzeugen für den Verkauf in jenen US-Bundesstaaten, deren strenge Emissionsvorschriften seine Verwendung zwingend notwendig machen. Serienanläufe des BERU RIS-Sensors bei weiteren Automobilherstellern sind bereits in Planung.
BERU Sensoriklösungen: hochpräzise und äußerst zuverlässig
Als Spezialist für Zündungstechnik, Dieselkaltstarttechnologie,
Elektronik und Sensorik entwickelt BERU Sensoren in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der internationalen Automobilindustrie. Die umfangreiche Palette des BERU Sensorikbereichs umfasst zahlreiche Standardsensoren sowie eine Vielzahl kundenspezifischer Sensoriklösungen. Dazu zählen unter anderem Temperatur-Sensoren für flüssige oder gasförmige Medien, Drehzahl-Sensoren nach dem Hall-Geber-Prinzip zur berührungslosen Erfassung von Drehbewegungen sowie Wege- und Mediensensoren.
Erweitert wird das BERU Angebot durch Sensoren für Spezialanwendungen. Dazu zählen unter anderem:
- piezo-resistive Sensoren wie in der BERU Pressure Sensor Glow Plug (PSG) zum Ermitteln des sich zyklisch schnell
ändernden Drucks im Motorbrennraum,
- der geschlossene BERU Hochtemperatursensor (HTS) in
Abgasrückführsystemen sowie zur Überwachung von Diesel-partikelfiltern und DeNOx-Katalysatoren.
BERU Sensoriklösungen sind exakt auf ihren jeweiligen Einsatz im Fahrzeug zugeschnitten und werden von vielen namhaften Fahrzeugherstellern verbaut. Seinen Partnern in der Automobilindustrie bietet BERU umfassende Leistungen aus einer Hand: von der Entwicklung und Werkstoffauswahl, über die Prüfung der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV), einem leistungsfähigen Musterbau bis hin zur 100-prozentigen Erprobung auf eigenen Prüfständen und der EMV-Spezifikation im BERU Forschungs- und Entwicklungszentrum (FEZ).