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BERU schließt Rumpfgeschäftsjahr 2005 erfolgreich ab; Umsatz und Ergebnis sollen auch 2006 weiter zulegen»Für BERU war das Rumpfjahr 2005 erneut ein starkes und erfolgreiches Jahr. Mit Umsatzerlösen von 305,8 Mio Euro haben wir erstmals in der Firmengeschichte für einen Neunmonatszeitraum die Schwelle von 300 Mio Euro überschritten«, kommentiert Marco v. Maltzan, Vorstandsvorsitzender der BERU AG, die gute Umsatzentwicklung, die trotz zunehmend schwierigem Umfeld in den internationalen Automobilmärkten erzielt wurde. Zu den wesentlichen Wachstumsträgern im Berichtsjahr gehörten im wichtigen Absatzmarkt Europa das Erstausrüstergeschäft mit Dieselkaltstarttechnologie sowie das Geschäftsfeld Elektronik und Sensorik. BERU konnte mit einem Wachstum von 8,5% das angestrebte Umsatzwachstum von 5% im Neunmonatszeitraum deutlich übertreffen. Der Konzern verfolgte im Berichtszeitraum konsequent seine auf profitables Wachstum ausgerichtete Strategie. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (adjustiertes EBIT) im neunmonatigen Rumpfgeschäftsjahr belief sich auf 41,3 Mio Euro und entsprach damit einer operativen Marge von 13,5%. BERU unterstreicht damit erneut seine auch im internationalen Branchenvergleich hohe Ertragskraft. Wachstumsträger Erstausrüstung Die Umsatzerlöse in der Erstausrüstung legten im Berichtsjahr um 11,0% auf 199,3 (179,5) Mio Euro zu, während die Umsätze in der Allgemeinen Industrie um 11,7% auf 19,0 (17,0) Mio Euro anstiegen. Das Handelsgeschäft wuchs mit 2,6% moderat auf 87,5 (85,2) Mio Euro, da das witterungsbedingt umsatzstärkste Quartal Januar bis März, das in der Regel zu einer ansteigenden Nachfrage an Verschleißteilen führt, nicht in den Berichtszeitraum fiel. BERU hat jedoch seine Marktposition im internationalen Handel in wichtigen Volumenmärkten systematisch ausgebaut und seine starke Position im Heimatmarkt Deutschland gefestigt. Angesichts eines immer älter werdenden Fahrzeugbestands in Deutschland - das derzeitige Durchschnittsalter der Pkw liegt bei 95 Monaten – steigt der Ersatzteilbedarf. In Westeuropa gehören Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Benelux und Skandinavien zu den wichtigsten Volumenmärkten. Erfreulich entwickelte sich auch das Geschäft im neuen EU25-Mitgliedsland Polen und in Gesamtosteuropa. BERU profitierte dabei von den bereits in den Vorjahren aufgebauten Vertriebsstrukturen und der zunehmenden Präferenz für westeuropäische Hersteller im Handel von Gebrauchtwagen. BERU nutzt Wachstumschancen in der Dieselkaltstarttechnologie Mit einem Weltmarktanteil von über 40% ist BERU weltweit die Nummer 1 bei Glühkerzen für Dieselmotoren. Diese Position baute der Konzern im Berichtsjahr aus. Die Umsatzerlöse im Kerngeschäftsfeld stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 9,3% auf 142,9 (130,7) Mio Euro. BERU belieferte führende deutsche, amerikanische und asiatische Motoren und Automobilhersteller mit Glühkerzen und technisch anspruchsvollen Instant Start Systemen (ISS), die den kalten Dieselmotor auch bei strengem Frost innerhalb von zwei Sekunden starten lassen. BERU verfolgt in der Vermarktung seiner Dieselkaltstartprodukte konsequent das Ziel, diese Spitzenposition in den kommenden Jahren zu festigen bzw. in einzelnen Regionen noch weiter auszubauen. Fokussierung in der Zündungstechnik Der Umsatz im Geschäftsfeld Zündungstechnik für Benzinmotoren lag mit 83,9 (85,2) Mio Euro aufgrund schwacher Absatzzahlen für Ottomotoren und eines zunehmenden Preiswettbewerbs mit 1,5% leicht unter dem Vorjahreswert. Sowohl die Umsatz- als auch die Ergebnisentwicklung des französischen Teilkonzerns BERU Eyquem, der am modernisierten Produktionsstandort Chazelles sur Lyon die gesamte europäische Zündkerzenproduktion verantwortet, lagen im Berichtszeitraum unter den Konzernerwartungen. Das Management hat angesichts dieser Geschäftsentwicklung umfassende Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, die zu einer nachhaltigen Verbesserung der Ertragslage führen sollen. Dies hat auch den Abbau von circa 80 Arbeitsplätzen im ersten Halbjahr 2006 an diesem Standort zur Folge, für den entsprechende Rückstellungen in Höhe von insgesamt 2,7 Mio Euro gebildet wurden. BERU ist mit Produkten der Zündungstechnik bedeutender Lieferant westeuropäischer Hersteller. Umsatzwachstum erwartet der Konzern aufgrund des Serienstarts der neuen kompakten 12-Millimeter-Zündkerze Mitte 2006 und einem weiteren Zündspulenauftrag eines führenden europäischen Herstellers ab Ende 2006. Elektronik und Sensorik bietet Wachstumspotenzial Im jüngsten Geschäftsfeld Elektronik und Sensorik erzielte der Konzern ein Umsatzplus von 20,0% auf 79,0 (65,9) Mio Euro. Hier setzt BERU auf den stark ansteigenden Elektronikanteil und die zunehmende Verbreitung von intelligenten Sensorapplikationen rund um den Motor und das Fahrzeug. Bei PTC-Zuheizern für die Fahrgastzelle, die überwiegend in dieselbetriebenen Fahrzeugen zum Einsatz kommen, verzeichnete das Unternehmen mit einem Umsatzplus von 62,5% auf 22,7 (14,0) Mio Euro ein besonders hohes Wachstum. Die Umsätze mit elektronischen Reifendruckkontrollsystemen (TSS) lagen mit 16,8 (17,0) Mio Euro erwartungsgemäß aufgrund des geänderten Einführungsszenarios in den USA leicht unter Vorjahr. Eine deutliche Umsatzbelebung wird für die Jahre 2006 und 2007 erwartet, da ab September 2006 bei 70% aller neu zugelassenen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge in den Vereinigten Staaten Reifendruckkontrollsysteme Pflicht werden und die Ausstattungsquote im Folgejahr bei 100% liegt. BERU hat bereits einen Großauftrag eines deutschen Automobilherstellers erhalten, der ab 2006 alle Exportfahrzeuge für die USA serienmäßig mit dem BERU Reifendruckkontrollsystem ausrüsten wird. Weitere deutsche Automobilhersteller wollen ab 2006 ihre Exporte in die USA serienmäßig mit dem BERU TSS ausstatten. Starkes internationales Umsatzwachstum BERU verfolgt konsequent eine Strategie der Internationalisierung. Im Berichtsjahr stieg der Konzernumsatz im wichtigsten Absatzmarkt Europa (außerhalb Deutschlands) um 9,3% auf 147,5 (134,9) Mio Euro. Im Heimatmarkt Deutschland lagen die Erlöse mit 87,9 Mio Euro exakt auf Vorjahresniveau. Dies ist vor allem auf etwas rückläufige Dieselabsatzzahlen im zweiten Quartal zurückzuführen, die in Zusammenhang mit der Feinstaubdebatte und der Diskussion über steuerliche Vergünstigungen für Dieselfahrzeuge stehen. Demgegenüber verzeichnete BERU Umsatzsteigerungen von 22,7% auf 35,8 (29,2) Mio Euro in Nordamerika. Auch in der Vertriebsregion Asien konnte aufgrund des Dieselwachstums ein erfreuliches Umsatzplus von 19,2% auf 26,3 (22,0) Mio Euro verbucht werden. In den restlichen internationalen Märkten wuchs der Umsatz wechselkursbedingt mit 8,1% etwas schwächer und lag im Berichtszeitraum bei 8,3 (7,7) Mio Euro. Der Konzern hat seine Wachstumsstrategie in Europa systematisch umgesetzt und die Präsenz auf den internationalen Märkten weiter ausgebaut. Der Auslandsanteil stieg auf 71,3% (68,8%) vom Umsatz. Wesentliche Umstrukturierungen Im Berichtszeitraum hat BERU seine Produktionsaktivitäten in der NAFTA-Region (North American Free Trade Agreement) neu ausgerichtet. Mit Wirkung zum 30. Dezember 2005 wurde die Kabelproduktion der mexikanischen Tochtergesellschaft BERU S.A. de C.V. an General Cable, einem Spezialisten in der Produktion von Kabelsätzen, verkauft. Zeitnah dazu gründete BERU unter dem Namen BERU Mexico S.A. de C.V. eine neue Tochtergesellschaft, die mit General Cable kooperiert und neben der zuvor ausgegliederten Zündkerzenproduktion auch den Vertrieb von BERU Produkten in der Erstausrüstung und dem Handel für die NAFTA-Region übernimmt. Zweistellige operative Ergebnismarge trotz Sonderbelastungen »Der verschärfte Preis- und Margendruck bei gleichzeitig hohen Rohstoff- und Energiepreisen erfordert von Automobilzulieferern wie BERU eine hohe operative Effizienz in der gesamten Wertschöpfungskette und die kontinuierliche Verbesserung der Produktionskosten. BERU erzielte im Rumpfgeschäftsjahr 2005 erneut eine zweistellige operative Marge und damit ein Spitzenergebnis im internationalen Branchenvergleich«, kommentiert Marco v. Maltzan das Ergebnis. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) betrug im Rumpfgeschäftsjahr 32,0 Mio Euro. Einmalige Sondereffekte in Höhe von insgesamt 9,3 Mio Euro wirkten sich ergebnisbelastend aus und führten zu einer EBIT-Marge von 10,5%. Im Zuge der vor drei Jahren eingeleiteten Wachstumsstrategie hat der Konzern die Ausrichtung des internationalen Produktionsverbunds der BERU Gruppe auf Kernkompetenzen weiter vorangetrieben und Maßnahmen ergriffen, um insbesondere Kostenstrukturen im Bereich der Zündungstechnik nachhaltig zu verbessern. BERU verfolgt eine langfristige Strategie, die auf kontinuierliches Wachstum und die Wertsteigerung des Unternehmens zielt. Die Neuausrichtung am Standort Mexiko und Maßnahmen zur Restrukturierung am französischen Produktionsstandort Chazelles sur Lyon wirkten sich mit insgesamt 5,5 Mio Euro aus. Gleichzeitig wurden im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung Berichtigungen vorgenommen, die zu außerordentlichen Abschreibungen auf materielle und immaterielle Vermögenswerte von insgesamt 3,8 Mio Euro führten. Bereinigt um diese Sondereffekte lag das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) bei 41,3 Mio Euro, was in Relation zum Umsatz einer Marge von 13,5% entspricht und damit an die hohe Ertragskraft der Vorjahre anknüpft. Im Geschäftsjahr 2004/05 lag die bereinigte Marge bei 13,9%. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern betrug im Rumpfgeschäftsjahr 33,5 Mio Euro. Das entspricht einer Umsatzrendite vor Ertragsteuern von 11,0% (12,2%). Bereinigt um einmalige Sondereffekte wurde jedoch eine Umsatzrendite vor Ertragsteuern von 14,0% (13,5%) erwirtschaftet. BERU ist es gelungen, durch kontinuierliche Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, Belastungen aus hohen Rohstoffpreisen weitgehend auszugleichen. Investitionen in zukünftiges Wachstum Mit Investitionen von 24,8 (12-Monatszeitraum GJ 2004/05: 34,9) Mio Euro in Sachanlagen hat BERU im Berichtsjahr seine Produktionsanlagen weiter modernisiert und seine Wettbewerbsfähigkeit bei Produktionskosten weiter gestärkt. Mit 20,6 Mio Euro erfolgten dabei 83,1% dieser Investitionen an deutschen Standorten. Gleichzeitig ist es uns gelungen, Synergiepotenziale im internationalen Produktionsverbund zu heben und die Qualitätskosten zu senken. BERU investiert verstärkt in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Berichtsjahr auf 24,8 (12-Monatszeitraum GJ 2004/05: 30,1) Mio Euro und entsprachen damit 8,1% (7,8%) vom Konzernumsatz. Am Standort Deutschland sind mit 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund 8% der Gesamtbeschäftigten in der Forschung und Entwicklung tätig. Insgesamt beschäftigte der BERU Konzern weltweit zum Bilanzstichtag 2.702 (2.664) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit 1,4% mehr als zum 31. März 2005. Im Inland lag die Beschäftigtenzahl bei 1.444 (1.413), an ausländischen Standorten erreicht sie 1.258 (1.251). Mit einer Quote von 53,4% (53,0%) Beschäftigten im Inland und 46,6% (47,0%) im Ausland hat BERU eine sehr ausgewogene und stabile Beschäftigtenstruktur. Solide Bilanz und Vermögenslage BERU konnte alle Investitionen des Rumpfgeschäftsjahres 2005 aus dem erwirtschafteten Cashflow finanzieren. Der operative Free Cashflow (Konzerngewinn zzgl. Abschreibungen plus Veränderungen der langfristigen Rückstellungen abzüglich der Investitionen) stieg um 43,8% von 13,7 Mio Euro im Zwölfmonatszeitraum des Vorjahres auf 19,7 Mio Euro. BERU baute seine solide Bilanzstruktur im Berichtsjahr weiter aus. Das Eigenkapital vor Minderheitsanteilen stieg um 10,9 Mio Euro (3,7%) von 296,8 Mio Euro auf 307,7 Mio Euro. Zeitgleich wurde die Eigenkapitalquote vor Minderheitsanteilen von 68,0% auf 70,0% gesteigert. Durch Darlehenstilgungen ist BERU mittlerweile nahezu schuldenfrei. Die Bankverbindlichkeiten reduzierten sich auf 11,1 (22,5) Mio Euro. Insgesamt steigerte sich die Bilanzsumme um 3,0 Mio Euro (0,7%) von 436,6 Mio Euro zum 31. März 2005 auf 439,6 Mio Euro am Bilanzstichtag. Kräftiges Umsatzwachstum in 2006 erwartet Der Vorstand der BERU AG erwartet im laufenden Geschäftsjahr 2006 (1.1. – 31.12.2006) lediglich eine moderate Belebung der weltweiten Automobilnachfrage bei weiter hohem Preis- und Margendruck und gleichzeitig hohen Rohstoff- und Energiepreisen. Aufgrund der unverändert steigenden Dieselnachfrage und des weiteren Hochlaufens von elektronischen Produkten rechnet der Vorstand mit dem weiteren profitablen Wachstum des BERU Konzerns. Neben dem Ausbau des Produktportfolios will der Konzern sein kontinuierliches Wachstum auch durch die Erweiterung der internationalen Präsenz vorantreiben. Im laufenden Jahr sieht das Unternehmen weiteres Wachstumspotenzial: »Wir gehen davon aus, dass BERU auch im Geschäftsjahr 2006 sein profitables Wachstum fortsetzen und eine im Branchenvergleich überdurchschnittliche Rendite erzielen wird«, erklärt Marco v. Maltzan, Vorstandsvorsitzender der BERU AG. Unter der Voraussetzung, dass aus der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung keine weiteren negativen Effekte entstehen und sich die Automobilbranche im Rahmen der Marktprognosen entwickelt, erwartet der Vorstand im Geschäftsjahr 2006 einen Konzernjahresumsatz zwischen 425 und 435 Mio Euro. Im gleichen Zeitraum strebt der Vorstand an, das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) auf über 50 Mio Euro zu steigern und damit an die gute Ergebnisqualität der Vorjahre anzuknüpfen. Dividendenvorschlag Vorstand und Aufsichtrat wollen der ordentlichen Hauptversammlung der BERU Aktiengesellschaft am 21. Juni 2006 angesichts der hohen Ertragskraft, der soliden Finanzstärke und der positiven Perspektiven für das laufende Geschäftsjahr eine Dividende von 83 Cent je Stückaktie zur Auszahlung vorschlagen. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 42,6% (GJ 2004/05: 46,6%). Geschäftsbericht Die BERU AG hat den Geschäftsbericht für das Rumpfgeschäftsjahr 2005 (1. April - 31. Dezember 2005) am 30.3. 2006 veröffentlicht und auf den Internet-Seiten der Gesellschaft unter www.beru.de zugänglich gemacht. Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernbilanz
Weitere Kennzahlen
* Unter Einbeziehung der Minderheitsanteile ins Eigenkapital ** Gewinnverwendungsvorschlag der Verwaltung für die ordentliche Hauptversammlung am 21.6.2006
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