Aktive Nachfrage: erste Wartungsarbeiten beim Diesel-Schnellstartsystem ISS von BERU

Vor rund fünf Jahren hat BERU als erster den ottomotorischen Schlüsselstart für Diesel-Motoren zur Serienreife entwickelt. Jetzt rollen die ersten Fahrzeuge mit ISS-Technologie zur Wartung in die Werkstätten.

(Ludwigsburg, 09. August 2006) Moderne Diesel-Motoren starten heute mit BERU Technik bei extrem tiefen Außentemperaturen so schnell und sicher wie Benziner. Der Ludwigsburger Spezialist für Zündungstechnik, Dieselkaltstarttechnologie, Elektronik und Sensorik brachte bereits im Jahr 2000 die erste Generation des innovativen BERU Instant Start Systems (ISS) zur Serienreife. Seit 2001 wird es serienmäßig bei BMW verbaut. Inzwischen rüsten auch AMG, Audi, Isuzu, Jeep, Mercedes-Benz, Seat, Skoda und Volkswagen ihre Diesel-Pkw ab Werk mit dem BERU System aus.

Aktive Nachfrage: Wartungsarbeiten bei der ersten ISS-Generation

Rund fünf Jahre nach dem ISS-Serienstart können jetzt erste Austauscharbeiten fällig werden; denn auch ISS-Glühkerzen sind verschleißrelevante Teile. Folge für die Werkstatt: aktive Nachfrage nach ISS-Komponenten. Günther Vogt, BERU Abteilungsleiter Handel/Technik, kennt aus der täglichen Praxis eine Vielzahl möglicher Ursachen für den Ausfall: „Wird ein Fahrzeug vor allem im Stop-and-go-Verkehr betrieben, kann dies zu Verkokungen zwischen Glühstab und Zylinderkopf führen. Die Glühkerze wird irgendwann zu heiß und erreicht so schneller ihre Verschleißgrenze.“ Außerdem sind immer wieder auch extrem schlechte Diesel-Kraftstoffe, wie sie vor allem in Osteuropa noch aus den Zapfhähnen fließen, für Schäden von Glühkerzen verantwortlich. Probleme beim Start, beim Warmlaufen, dazu eventuell vermehrter Rußausstoß können bereits erste Vorboten eines bevorstehenden Ausfalls sein.

Weniger Spannung: ISS-Glühkerzen nie mit 12 Volt bestromen

Fährt ein Diesel mit ISS-Technologie zur Wartung oder Reparatur in der Werkstatt vor, gilt es vor allem folgendes zu beachten: Die elektronisch gesteuerten ISS-Glühkerzen (GE-Typen) haben eine Aufheizzeit von nur ein bis zwei Sekunden und benötigen deutlich weniger Energie als herkömmliche Glühkerzen. Zu ihrer individuellen Ansteuerung setzt BERU statt des früher verwendeten Glührelais Leistungshalbleiter ein. Diese sind je nach Typ und Fahrzeughersteller auf Spannungen zwischen 4,4 und 5 Volt ausgelegt. Ein Test der Glühkerze mit einem herkömmlichen Glühkerzen-Testgerät ist deshalb nicht mehr möglich. Grund: Bei einer Bestromung mit 12 Volt würde die ISS-Glühkerze durch Überspannung sofort zerstört werden. Deshalb gilt: Vor dem Überprüfen einer Glühanlage mit einem Glühkerzen-Testgerät immer prüfen, ob ISS-Kerzen verbaut sind.

Defekte ISS-Glühkerzen lassen sich durch eine Fehlermeldung auf dem Cockpit-Display oder in der Werkstatt mit Hilfe der Onboard-Diagnose (OBD) schnell finden. Hat das Fahrzeug bereits 100.000 oder mehr Kilometer auf dem Tacho, raten Experten wegen des oft erheblichen Ausbauaufwands gleich zum Austausch des kompletten ISS-Glühkerzen-Satzes. Hat das Auto erst knapp 60.000 Kilometer oder weniger hinter sich, muss man meist nur die defekte Glühkerze ersetzen.

Unabhängig von der Kilometerleistung gilt laut BERU Profi Vogt folgende Faustregel: „Bei einer Montagezeit von maximal 4,5 Stunden für den Austausch der Kerzen, sollte man Werkstattkunden immer zum Ersatz aller Glühkerzen raten. Wechselt man defekte Glühkerzen einzeln aus, liegen Zeit- und Kostenaufwand bedeutend höher als beim Austausch des kompletten Satzes.“ Welche ISS-Glühkerzen und -Steuergeräte in welche Fahrzeuge gehören, entnehmen Werkstatt-Profis der aktuellen BERU Produkt-CD oder der BERU Glühkerzen-Verwendungsliste.

Erhöhte Vorsicht: ISS-Glühkerzen fachmännisch montieren

Ist das passende Ersatzteil ermittelt, muss beim Aus- und Einschrauben der extrem schlanken Schnellstart-Glühkerzen ein passender Drehmoment-Schlüssel verwendet werden. Dabei ist vor allem auf das vorgeschriebene Drehmoment zu achten. Ebenfalls wichtig: Schmutz rund um die Kerzenöffnung darf auf keinen Fall in den Brennraum gelangen. Um dies mit Sicherheit zu vermeiden, lockert man beim Ausschrauben die Kerzen erst um einige Gewindegänge, säubert den Kerzenschacht mit Druckluft oder Pinsel und schraubt erst dann die ISS-Glühkerzen komplett heraus. Vor dem Einbau Gewinde und Schaft der Glühkerzen mit speziellem BERU Glühkerzen-Montagefett einstreichen. Dies verhindert ein „Festbacken“ der Glühkerzen und sichert gegen das Eindringen von Feuchtigkeit.

Sind die neuen ISS-Glühkerzen an ihrem Platz, gilt es nur noch den Fehlerspeicher des Fahrzeugs davon zu überzeugen. Dazu löscht man ihn entweder mit einem Testgerät wie dies beispielsweise Daimler-Chrysler oder Opel vorsehen. Oder man bringt das ISS-System durch Drehen des Zündschlüssels fünf bis sieben Mal zum Vorglühen: Das Steuergerät lernt sich dabei selbst ein: Die Fehlermeldung verschwindet und einem ottomotorischen Schlüsselstart steht dann wieder für lange Zeit nichts mehr im Wege.

Optimale Marktabdeckung: Dieselkaltstart-Technologie von BERU

Alle namhaften Automobilhersteller weltweit vertrauen auf Dieselkaltstarttechnologie von BERU: in der Erstausrüstung, im Wartungs- und Reparaturmarkt. BERU Glühkerzen in Erstausrüstertechnologie decken rund 98 Prozent des in TecDoc gelisteten Fahrzeugbestands ab.

 
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Die erste Generation des BERU Instant Start Systems (ISS) gelangte im Jahr 2000 zur Serienreife. Jetzt können für Werkstätten erste Austauscharbeiten anfallen. Wichtig: beim Aus- und Einschrauben der extrem schlanken ISS-Glühkerzen auf das vorgeschriebene Drehmoment achten. BERU Glühkerzen-Montagefett an Gewinde und Schaft verhindert „Festbacken“ und sichert gegen Feuchtigkeit.
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InhaltAktive Nachfrage: erste Wartungsarbeiten beim Diesel-Schnellstartsystem ISS von BERU
PI Nummer233
Datum09.08.2006
ZielgruppeKfz-Teile-Handel
Umfang5.060 Zeichen
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