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BERU erzielt leichtes Umsatzplus im 1. Halbjahr

(Ludwigsburg, 14. August 2007) Die BERU Aktiengesellschaft, Ludwigsburg, steigerte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2007 trotz ungünstiger Rahmenbedingungen den Konzernumsatz um 0,5% auf 224,2 (1. HJ 2006: 223,0) Mio Euro. Das starke Wachstum im Geschäftsfeld Elektronik und Sensorik, aber auch in der Zündungstechnik, trug zu dieser Entwicklung bei. Mit 24,4 Mio Euro erwirtschaftete BERU ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT), das einer operativen Marge von 10,9% entspricht. Im Vorjahreszeitraum betrug das EBIT 30,9 Mio Euro und die EBIT-Marge lag bei 13,9%. BERU erzielte ein Konzernergebnis von 18,5 (20,8) Mio Euro. Das Ergebnis je Aktie lag im ersten Halbjahr bei 1,80 (2,06) Euro.

Wachstum in der Erstausrüstung – Schwaches Handelsgeschäft

BERU konnte das Geschäft mit Automobilherstellern im ersten Halbjahr ausbauen und steigerte die Umsätze im Segment Erstausrüstung um 3,0% auf 154,5 (150,0) Mio Euro. Die Umsätze im margenstarken Handelsgeschäft gingen aufgrund des milden ersten Quartals im ersten Halbjahr 2007 um 4,7% auf 56,3 (59,1) Mio Euro zurück. Der Umsatz stabilisierte sich zwar im zweiten Quartal 2007, liegt jedoch weiterhin unter den Erwartungen des Unternehmens.

Rückgang in der Dieselkaltstarttechnologie – Starkes Wachstum beim TSS

In der Dieselkaltstarttechnologie verzeichnete BERU im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang auf 82,6 (95,7) Mio Euro. Ursache waren das schwache Handelsgeschäft sowie der sich weiter verschärfende Preis- und Wettbewerbsdruck. Das Unternehmen rechnet in diesem Geschäftsfeld aufgrund des weltweiten Dieseltrends und der Einführung innovativer Produkte wie der Drucksensor-Glühkerze PSG und der keramischen Glühkerze ab 2009 wieder mit steigenden Umsatzerlösen.

Trotz rückläufiger Absatzzahlen für Benzinmotoren in Westeuropa entwickelte sich das Geschäftsfeld Zündungstechnik im ersten Halbjahr 2007 erfreulich. So stiegen die Umsatzerlöse um 6,9% auf 65,2 (61,0) Mio Euro. Besonders die signifikante Absatzsteigerung bei Zündspulen trug zu diesem Erfolg bei.

Im wachstumsstärksten Geschäftsfeld Elektronik und Sensorik erzielte BERU mit 76,4 (66,3) Mio Euro ein Plus von 15,2%. Wachstumsträger war das Reifendruck-Kontrollsystem TSS. Hier stiegen die Erlöse um mehr als 80%. Auch für die zweite Jahreshälfte rechnet das Unternehmen mit deutlichen Umsatzzuwächsen in diesem Bereich.

Zweistellige operative Marge

Das EBIT betrug im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahrs 24,4 (30,9) Mio Euro und führte in Relation zum Umsatz zu einer Marge von 10,9% (13,9%). Dieser Margenrückgang hat seine Gründe zum einen in Preisreduzierungen, die verstärkt von den Automobilherstellern gefordert werden und die über die internen Kosteneinspareffekte hinausgehen; zum anderen war und ist BERU kontinuierlich den steigenden Rohstoffpreisen ausgesetzt. Durch Produktivitätssteigerungen, Verbesserungen der internen Prozesse, weitere Optimierung unserer Produktionsstrukturen und verbesserte Einkaufskonditionen will sich BERU positionieren, um in Zukunft zumindest einen Teil des Preis- und Margendrucks zu kompensieren und damit die hohe Margenqualität zu halten.

Solide Bilanzstruktur

BERU baute seine solide Bilanzstruktur auch im Berichtszeitraum weiter aus. Die Eigenkapitalquote lag bei 74,1% nach 72,2% zum 31. Dezember 2006. Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2007 betrug 471,7 Mio Euro und reduzierte sich damit im Vergleich zum 31. Dezember 2006 (474,0 Mio Euro) leicht.

Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im Berichtszeitraum konzernweit auf 11,7 (14,1) Mio Euro. BERU investiert damit weiterhin nachhaltig und im Branchenvergleich überdurchschnittlich in die Zukunft des Unternehmens. Das Unternehmen konnte alle Investitionen vollständig aus dem erwirtschafteten Cashflow finanzieren.

Vorstand bestätigt Prognose für 2007

„Trotz des derzeit schwierigen Marktumfelds gehen wir weiterhin davon aus, den Konzernumsatz 2007 im niedrigen einstelligen Prozentbereich zu steigern und ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit zwischen 47 und 50 Mio Euro zu erreichen. Allerdings werden wir beim Konzernergebnis nicht an das hohe Niveau des Vorjahrs anknüpfen können“, betont Finanzvorstand Marcus Knödler. Das hohe Niveau des Konzernergebnisses im Vorjahr war u.a. durch einen steuerlichen Sonderertrag durch Aktivierung von vorhandenen Körperschaftssteuerguthaben in Höhe von 7,0 Mio Euro begründet.

Ein Jahr der Konsolidierung erwartet das Unternehmen auch für 2008, bevor dann, ab 2009, Neuaufträge und die Markteinführung neuer Produkte wieder zu einem stärkeren Wachstum führen sollen.

Den Halbjahresfinanzbericht finden Sie im Internet unter: http://www.beru.com/halbjahresbericht"> http://www.beru.com/halbjahresbericht

BERU Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2007 (1. Januar – 30. Juni 2007)

auf Basis vorläufiger, ungeprüfter Zahlen

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio Euro HJ 2007 HJ 2006
Umsatzerlöse 224,2 223,0
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 2,7 -3,1
Sonstige betriebliche Erträge 2,4 6,2
Materialaufwand -93,9 -85,1
Personalaufwand -60,5 -57,9
Abschreibungen und Wertminderungen -15,6 -17,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -33,9 -34,0
Sonstige Steuern -1,0 -0,8
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 24,4 30,9
Finanz- und Beteiligungsergebnis 2,4 0,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 26,8 31,7
Steuern vom Einkommen und Ertrag -8,3 -10,9
Konzernjahresüberschuss 18,5 20,8

Konzernbilanz

in Mio Euro 30.6.2007 31.12.2006
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte 204,6 202,9
Kurzfristige Vermögenswerte 267,1 271,1
Passiva
Eigenkapital1 352,4 345,1
Langfristige Schulden 42,1 44,6
Kurzfristige Schulden 77,2 84,3

1Unter Einbeziehung der Minderheitsanteile

Weitere Kennzahlen

HJ 2007 HJ 2006
Investitionen in Sachanlagen (in Mio Euro) 11,7 14,1
Anzahl der Mitarbeiter (30.6.) 2.596 2.562
 
InhaltBERU erzielt leichtes Umsatzplus im 1. Halbjahr
PI Nummer261
Datum14.08.2007
Umfang4.610 Zeichen
Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten.
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BERU AG
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