BERU ISS sorgt im neuen VW Tiguan für ottomotorischen Schlüsselstart
Diesel-Schnellstartsysteme von BERU tragen in den Clean TDI-Motoren des neuen Sport Utility Vehicle zur Reduktion von Schadstoff-Emissionen und Kraftstoffverbrauch bei.
(Ludwigsburg, 26. Oktober 2007) Der Tiguan von Volkswagen geht im November 2007 mit einem BERU Instant Start System (ISS) in Serie. Die Komponenten des elektronisch gesteuerten Diesel-Schnellstartsystems (Glühsteuergerät und Hochleistungsglühkerzen) verrichten in den neu entwickelten Clean TDI-Motoren des Sports Utility Vehicle ihren Dienst. Sie gewährleisten auch bei extrem tiefen Temperaturen von bis zu minus 25 Grad Celsius einen „ottomotorischen Schlüsselstart“, stabilen Leerlauf, saubere Lastannahme und geringe Emissionen. Die VW Tiguan TDI-Modelle mit Common-Rail-Einspritzung erfüllen damit bereits heute die ab 2009 gültige Euro-5-Norm.
BERU ISS: leistungsoptimierte Glühkerzen für sicheren Kaltstart
Im Zentrum des Interesses internationaler Motorenentwickler stehen derzeit vor allem optimierte Verbrennungsverfahren bei einer geringeren NOx-Rohemission und einem deutlich niedrigeren Verdichtungsverhältnis. Gleichzeitig steigen die Komfortansprüche an den Kaltstart. Zusätzliche Funktionen wie Zwischenglühen sowie Diesel-Partikelfilter-Regenerationsglühen führen außerdem zu höheren Anforderungen an die Glühkerzen.
Bei der Entwicklung der anspruchsvollen ISS-Hightech-Glühkerzen konnte BERU die Aufheizzeit auf 1.000 Grad Celsius gegenüber klassischen selbst regelnden Glühkerzen auf maximal zwei Sekunden reduzieren - bei einer noch höheren Lebensdauer und Funktionssicherheit. Ihre extrem kurze Aufheizzeit und die optimierte Leistungsaufnahme erzielen ISS-Glühkerzen unter anderem durch:
- eine Konzentration des Energieeinsatzes auf den vorderen Bereich des Glührohres,
- eine gegenüber der Auslegungsspannung höhere Aufheizspannung,
- eine neuartige Kombination aus Sensor- und Heizwendel sowie
- eine Verbesserung des Wärmeübergangs zwischen Heizwendel und Oberfläche des Glührohres.
Sowohl in der Aufheiz- als auch in der Beharrungsphase benötigen ISS-Glühkerzen deutlich weniger Energie. Zudem ist im Vergleich mit herkömmlichen selbst regelnden Glühkerzen bei BERU ISS-Glühkerzen die Wendelkombination stark verkürzt und der glühende Bereich auf etwa ein Drittel reduziert. Bei direkt einspritzenden Motoren entspricht dies dem in den Brennraum hineinragenden Teil des Heizstabs.
Das BERU Diesel-Schnellstartsystem ISS - bestehend aus einem Steuergerät, einem Kabelsatz und gesteuerten Hochleistungsglühkerzen - wurde im Jahr 2000 erstmals vom Ludwigsburger Spezialisten für Zündungstechnik, Dieselkaltstarttechnologie, Elektronik und Sensorik zur Serienreife gebracht. Seit 2001 wird es serienmäßig bei Audi, BMW, Chevrolet, Chrysler, General Motors, Isuzu, Mercedes-Benz, Seat, Skoda und Volkswagen verbaut.