Noch mehr Möglichkeiten: BERU bringt nächste Generation von PTC-Zuheizern auf den Markt.
Mit den neuen elektrischen PTC-Zuheizsystemen ist BERU ein entscheidender Entwicklungsschritt gelungen. Für Fahrzeughersteller hat dies überzeugende Vorteile: Die neuen Systeme sind kleiner, leichter, flexibler und bieten im Betrieb ein Höchstmaß an Sicherheit.
(Ludwigsburg, 07. Mai 2008) Moderne verbrauchsoptimierte Motoren haben einen verbesserten Wirkungsgrad, verbrauchen weniger Kraftstoff und geben weniger Wärme an den Wasserkreislauf ab. Bei niedrigen Außentemperaturen bringen deshalb derartige Aggregate meist nicht die gewünschte Heizleistung. PTC-Zuheizer von BERU gleichen diesen Mangel an Abwärme flexibel aus. Als innovative elektrische Heizelemente hinter dem Kühlwasser-Wärmetauscher platziert, erwärmen sie dort die Luft; die gelangt über den gesamten Weg der Luftkanäle gezielt ins Fahrzeuginnere und sorgt dort innerhalb von Sekunden für angenehme Wärme und freie Windschutzscheiben.
BERU PTC-Zuheizer: kompakter, flexibler, kostengünstiger
Mit den elektrischen PTC-Zuheizsystemen der neuen Generation ist dem Ludwigsburger Spezialisten für Zündungstechnik, Dieselkaltstarttechnologie, Elektronik und Sensorik jetzt ein weiterer entscheidender Entwicklungsschritt gelungen. Ihr innovatives Konzept bietet Fahrzeugherstellern berzeugende Vorteile in allen Phasen der Entwicklung und Fertigung. Die neuen Modelle haben trotz des bewährten und robusten Heizstabkonzepts deutlich weniger Komponenten.
Möglich wird dies durch nach wärmetechnischen Gesichtspunkten optimierte Aluminium-Strangpressprofile. Durch diesen konstruktiven Kunstgriff sinkt die Zahl der Komponenten des Heizers von durchschnittlich 150 auf weniger als 25 pro System.
Weitere Pluspunkte der neuen PTC-Zuheizermodellreihen:
- Sie sind rund ein Drittel leichter als die Vorgängermodelle mit
Lamellen.
- Sie sind kleiner als ihre Vorgänger. Das neue Konstruktionsprinzip ermöglicht zum Beispiel den Bau kompakter, dreistufiger Heizer mit nur etwa 70 Millimetern Profilbreite.
- Sie lassen sich mit einer beliebigen Anzahl von Heizstufen realisieren. Dadurch sind einstufige Miniheizer für die dezentrale Zuheizung genauso möglich wie leistungsstarke Vier-oder Mehrstufenheizer mit elektronischer Steuerung.
- Sie bieten doppelte thermische Sicherheit und damit ein
zusätzliches Plus in punkto Produktlebensdauer: Bei allen Varianten mit großer Heizleistung sind Schaltelemente und Leiterplatte über eine Stromschiene thermisch voneinander isoliert; zusätzlich ist in die PTC-Elektronik eine Übertemperaturabschaltung integriert.
- Der Preis und die entsprechenden Werkzeugkosten sind
attraktiver als die früherer Lamellenmodelle. Durch kürzere Werkzeugherstellzeiten konnte BERU zudem die Entwicklungszeit für kundenspezifische Anwendungen deutlich reduzieren.
BERU PTC-Zuheizer: für jeden Zweck die richtige Leistung
Von der kompakten mechanischen Variante bis hin zum elektronisch geregelten Komfortsystem: BERU bietet seinen Kunden aus der
internationalen Automobilindustrie und Klimaanlagenherstellern für jeden Einsatzzweck die passende, flexible Produktlösung.
Aktuell hat BERU fünf PTC-Modellreihen im Programm:
- Plain Line: ein oder mehrstufige Zuheizer für klassische Standardanwendungen. Die Steuerung erfolgt relaisgestützt über eine externe Schaltbox im Fahrzeug.
- M-Relay Line: kompakte, mehrstufige Zuheizer mit integrierten mechanischen Relais. Vorteil: Die Integration des Zuheizers in das elektrische System eines Fahrzeugs bedarf keiner weiteren Entwicklungsleistung. Außerdem fallen die Sekundärkosten für Verkabelung, Relais, Applikation und Einbau niedriger aus.
- E-Relay Line: besonders kompakte PTC-Zuheizer mit integrierten, verschleißfreien Smart-Power-Schaltern statt mechanischer Relais. Vorteile: keine mechanischen Schaltgeräusche, höhere Lebensdauer als mechanische Relais und optimale Sicherheit durch implementierte Temperaturüberwachung.
- Basic Line: leicht installierbare, prozessorgesteuerte PTC-Zuheizer als intelligente Plug & Play-Lösung mit deutlich reduziertem fahrzeugseitigem Verkabelungsaufwand. Bei diesem kompakten Konzept erfolgt die Versorgung der einzelnen Heizstäbe nicht stufenweise, sondern individuell und linear über Leistungstransistoren. Dank Closed-Loop-Konzept wird die abgegebene Heizleistung laufend an die tatsächlichen Erfordernisse angeglichen. Interne Diagnosefunktionen überwachen unter anderem Temperatur, Spannung und Strom der Leistungshalbleiter.
- Comfort Line: die Hightech-PTC-Lösung von BERU mit
einem Maximum an Funktionalität, Performance und Komfort. Prozessorgesteuertes, stufenloses Regeln der Heizleistung.
Leistungseinstellung, Ansteuerung und Diagnose erfolgen wahlweise über ein PWM-Signal oder über gebräuchliche Bus-Systeme wie CAN oder LIN. Das intelligente Regelverhalten der BERU Comfort Line minimiert Schwankungen im Bordnetz. Batteriespannung, Stromstärken, Leistungstransistoren und Heizstäbe werden überwacht, um bei plötzlichem Spannungsabfall, Kurzschlüssen oder ähnlichen Störungen Gegenmaßnahmen einleiten zu können.
BERU liefert derzeit PTC-Zuheizer in die Serie von Automobilherstellern wie Audi, Ford, Hyundai, Jaguar, Kia, Mazda, Nissan, Seat, Skoda, Volvo und VW. Die Elektronik der PTC-Systeme entsteht auf vollautomatischen Fertigungslinien bei BERU Electronics in Bretten. Die Herstellung des Heizelements findet beim Joint-Venture BERU Eichenauer GmbH in Kandel statt.
Damit die PTC-Zuheizer ihre Aufgabe viele Jahre lang im harten Alltagseinsatz erfüllen können, prüft BERU sämtliche Komponenten und das Gesamtsystem auf Herz und Nieren. Alle Tests zur Qualifizierung führt BERU selbst durch – von der Entwicklung bis zur Serienreife. Für die unterschiedlichen Leistungsmessungen stehen an den Standorten Bretten, Ludwigsburg und Kandel unter anderem spezielle Einrichtungen (Klimakammer, Luftmessstrecke) und Labore (EMV-Labor) bereit, die aussagekräftige, praxisrelevante Resultate sichern. Auf Wunsch führt BERU auch direkt auf Anwenderapplikationen angelegte Tests durch. Das erspart Partnern in der Automobilindustrie die Installation und den Unterhalt eigener Messeinrichtungen und zeitaufwändige Prüfungen.